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    Wakayama – Top 10 Attraktionen

    Die Präfektur Wakayama auf der Kii-Halbinsel in der Region Kansai ist die Heimat der berühmten Kumano Kodo-Pilgerroute und des heiligen Berges Koya.

    Einer der faszinierendsten Aspekte von Wakayama ist das Wandern entlang des spirituellen Kumano Kodo-Pfades, der seit prähistorischen Zeiten als heiliges Gebiet gilt. Entlang dieses Pfades finden sich die meisten der in unserer Liste unten aufgeführten Punkte. Hier sind die 10 schönsten Dinge, die man in Wakayama unternehmen kann.

    1. Koyasan

    Koyasan ist der gebräuchliche Name einer ausgedehnten Tempelsiedlung und eines Klosterkomplexes im prächtigen Waldgebiet. Die Pilgerrouten durch die heiligen Stätten des Kii-Gebirges haben dafür gesorgt, dass Koyasan Teil eines von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Gebietes ist. Koyasan wurde im Jahr 816 n. Chr. von dem Mönch Kobo Daishi gegründet und entwickelte sich in über 1.200 Jahren zu einem aktiven klösterlichen Zentrum.

    Der Konpon Daito am Koyasan, Wakayama.
    Der Konpon Daito am Koyasan (Foto: Samuel Berner, Unsplash)

    Es gibt über 100 Gebäude in der Umgebung, darunter mehr als 50 Tempel, die Tempelunterkünfte für einen wirklich einzigartigen und spirituellen Aufenthalt voller Ruhe und Erfahrungen wie Meditation, Sutras und authentischer buddhistischer Küche, bekannt als Shojin-ryori, bieten.

    Rengejo-in ist eine solche Tempelunterkunft, die sich im Zentrum von Koyasan befindet. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Erlebnissen bietet diese traditionelle Unterkunft religiöse Gottesdienste mit buddhistischen Priestergesängen und ein Feuerzeremonie-Erlebnis für die Besucher*innen.

    Koyasan Reihokan ist ein Kunstmuseum am Koyasan, in dem alte buddhistische Kunst ausgestellt wird. Die Sammlung konzentriert sich auf Artikel aus der Heian- und Kamakura-Periode und umfasst Gemälde, Kalligrafien, Sutras, Skulpturen und buddhistische Ritualgegenstände. Hier befindet sich auch der Konpon Daito, ein massiver 48,5 Meter hoher, zinnoberroter Turm, der zu einem Symbol des Koyasan geworden ist.

    2. Nachi Wasserfall / Daimon-zaka

    Der Nachi-Wasserfall ist einer der bekanntesten Wasserfälle in Japan. Mit 133 Metern ist er die höchste Wasserfall-Kaskade Japans und wird als die Verkörperung der Shinto-Gottheit Hirou Gongen verehrt.

    Der dortige Kumano Nachi Taisha ist ein Shinto-Schrein und gehört zusammen mit dem benachbarten buddhistischen Nachisan Seiganto-ji Tendai Tempel zum UNESCO-Weltkulturerbe der heiligen Stätten und Pilgerrouten im Kii-Gebirge von Japan. Der Schrein und der Tempel liegen Seite an Seite in unmittelbarer Nähe des massiven Wasserfalls und dienen als Beispiel für die harmonische Mischung von Shintoismus und Buddhismus in ganz Japan.

    Eine dreistöckige zinnoberrote Pagode ist Teil des Nachisan-Seiganto-ji-Komplexes, und mit dem direkt dahinter befindlichen Wasserfall bietet sie eines der bekanntesten Motive in Japan.

    Pilger am Daimon-Zaka-Pfad in Wakayama.
    Pilger am Daimon-Zaka-Pfad in Wakayama (Foto: Geoff Day)

    Der nahe gelegene Daimon-zaka ist einer der berühmtesten und schönsten Wege der Kumano Kodo-Pilgerroute. Diese kopfsteingepflasterte Treppe ist etwa 600 Meter lang und wird von jahrhundertealten japanischen Zedern, Kampferbäumen und Bambushainen gesäumt. Im Daimon-zaka Chaya können Reisende Kimonos aus der Heian-Zeit mieten, bevor sie sich auf den Weg machen. Oben angekommen, kann man einen ersten Blick auf den Nachi-Wasserfall werfen.

    Ganz in der Nähe von Nachi, an der Südspitze von Wakayama, können Besucher*innen auch nach Kushimoto und zu den Hashiguiiwa-Felsformationen fahren. Diese Küstenfelsen sind berühmt für ihre ungewöhnlichen Formen und die charakteristischen Geräusche, die beim Aufprall der Wellen entstehen.

    3. Der große Kumano Hongu Taisha Schrein

    Falls es dir nicht schon aufgefallen ist: Jeder der ersten drei Orte liegt entlang der alten Pilgerroute von Kumano Kodo. Diese heiligen Wege wurden, und werden immer noch, für die Pilgerreise zur heiligen Stätte „Kumano Sanzan“ oder zu den drei großen Schreinen von Kumano benutzt: Kumano Hongu Taisha, Kumano Nachi Taisha und Kumano Hayatama Taisha.

    Großer Kumano Hongu Taisha Schrein, Wakayama.
    Großer Kumano Hongu Taisha Schrein (Foto: Euan Prentis)

    Kumano Hongu Taisha ist ein Shinto-Schrein in Tanabe, der tief in den Bergen liegt. Mit wunderschönen Dächern und Zypressen-Täfelung ist er Teil des Kumano Sanzan und stellt einen zentralen Teil des Kumano-Glaubens dar, zu dem über 3.000 Schreine in ganz Japan gehören. Der ursprüngliche Schrein befand sich einst in Oyunohara und wurde aufgrund einer instabilen Sandbank während der großen Überschwemmungen im 19. Jahrhundert an seinen heutigen Standort verlegt.

    Das Oyunohara Tor könnte leicht seinen eigenen Platz auf dieser Liste haben: Am Eingang zum früheren Standort von Kumano Hongu Taisha stehend, misst dieses massive Tor fast 34 Meter Höhe und 42 Meter Breite und ist damit das größte Tor des Torii-Schreins der Welt. Das Tor ist zugleich der Eingang zu einem sehr heiligen Ort.

    4. Shirarahama Strand / Engetsuto Insel

    Mit mehr als 600 Kilometern Küstenlinie ist Wakayama von zahlreichen Stränden gesäumt, darunter auch weißen Sandstränden. Einer dieser Orte am Meer, der für seinen ausgedehnten weißen Sandstrand und seine entspannte Atmosphäre bekannt ist, ist der Shirarahama Strand.

    Dieses Resort mit weißem Sand ist über 600 Meter lang und der Schwesterstrand von Hawaiis Waikiki Strand. Die Gegend ist berühmt für Sand und Sonne, aber auch ein beliebtes Surfergebiet. Entlang des Strandes steht der Kumanosansho-jinja-Schrein, der Shirahama ein eindeutig japanisches Flair verleiht. Juli und August sind die Hauptzeiten für die Badesaison.

    Die Engetsuto Insel, Wakayama
    Die Engetsuto Insel (Foto: Larry Knipfing)

    Die Insel Engetsuto ist der Spitzname für eine kleine Insel vor der Küste Shirahamas, die richtigerweise Taka-Insel heißt. Ihr von der Natur geschaffener Tunnel ermöglicht den Durchgang von Meerwasser; das Loch entstand durch die kombinierte Wirkung von Wind, Wellen und Zeit. Der Spitzname Engetsu bedeutet „Vollmond“, und es ist leicht zu erkennen, warum der Name dank der Form hängen geblieben ist. Die Insel misst von Nord nach Süd nur 130 Meter. Rund um die Insel werden Glasbodenboot-Touren angeboten, und das klare Wasser macht es den Besuchern leicht, tropische Fische und Korallen zu bewundern.

    5. Großer Kumano Hayatama Taisha Schrein

    Der letzte der drei großen Schreine von Kumano ist vielleicht der visuell auffälligste. Mit Sicherheit ist er der lebendigste und farbenfrohste der Gruppe. Die Gebäude des Heiligtums sind in einer weißen und orangefarbenen Zinnoberfarbe lackiert. Es gibt eine Legende, der zufolge dieser Schrein als ein Ort zur Verehrung der ersten Götter errichtet wurde, die auf dem nahe gelegenen Gotobiki-iwa-Felsen, der weiter unten als separater Punkt vermerkt ist, zur Erde hinabstiegen.

    Großer Kumano Hayatama Taisha Schrein, Wakayama.
    Großer Kumano Hayatama Taisha Schrein (Foto: Masayoshi Hirose)

    Der Kumano Shimpokan, die heilige Schatzhalle, beherbergt mehr nationale Schätze als die meisten großen Museen und verfügt insgesamt über etwa 1.200 Kunstschätze. Viele davon wurden dem Schrein von Adeligen und Königshäusern während ihrer Pilgerreisen gestiftet. Darüber hinaus steht auf diesem Gelände ein heiliger Nadelbaum, welcher ein eigenes nationales Monument und der größte seiner Art in Japan ist.

    6. Kongobu-ji Haupttempel und Banryutei-Felsgarten 

    Der zweite unserer drei Koyasan-bezogenen Orte, der Kongobu-ji-Tempel, ist der Haupttempel des Koyasan Shingon-Buddhismus. Der Name bedeutet Tempel des Diamantenberggipfels. Als einer der markantesten Orte in Koyasan können die Tempelanlage und das Innere des Tempels erkundet werden. Einheimische Mönche werden oft beim Training angetroffen, da die Gegend einen Schwerpunkt ihrer Studien darstellt.

    Banryutei-Steingarten, Teil des Kongobu-ji Haupttempels, Wakayama
    Banryutei-Steingarten, Teil des Kongobu-ji Haupttempels (Foto: Vladimir Haltakov, Unsplash))

    Der Banryutei im hinteren Teil des Tempels ist der größte Steingarten Japans und ein Muss für jeden Besucher. In der Mitte des Steingartens befindet sich eine exklusive Unterkunft, die ausschließlich der Familie des Kaisers von Japan vorbehalten ist.

    7. Okuno-in (Koyasan)

    Der letzte der in dieser Liste aufgeführten Orte in Koyasan, Okuno-in, gilt als der heiligste Ort in Koyasan und als einer der heiligsten Orte in ganz Japan. Der zwei Kilometer lange Weg entlang des Friedhofs enthält mehr als 500.000 Grabsteine und Denkmäler, darunter viele Feudalherren und prominente Persönlichkeiten, die in der Nähe des ehrwürdigen Kobo Daishi ruhen wollten.

    Mystische Aura im Okunoin in Wakayama.
    Mystische Aura im Okunoin in Wakayama (Foto: Geoff Day)

    Die Pfade werden von Bäumen gesäumt, viele davon sind mehrere hundert Jahre alt. Es gibt auch einige Brücken entlang des Weges, darunter die Gobyobashi-Brücke, die das innerste Gelände abgrenzt. Am Ende des Weges findet der Besucher das Kobo-Daishi-Mausoleum, wo der verehrte Mönch angeblich immer noch seinem endlosen Streben nach Wissen nachgeht.

    Nachttouren bieten ein surreales Erlebnis, um die Gegend zu besichtigen. Allerdings sind nicht alle Wege gut beleuchtet und die Mausoleumsgebäude sind geschlossen.

    8. Yunomine Onsen

    Diese alte Stadt entlang der Pilgerroute ist bekannt für ihre heißen Quellen und historischen Gasthäuser im japanischen Stil. Tief in den Kumano-Bergen in einem kleinen Tal gelegen, soll das Wasser hier im Laufe des Tages sieben Mal die Farbe wechseln. Es ist bekannt, dass es sich um eine der ältesten Thermalquellen Japans handelt, und man geht davon aus, dass das Wasser vor etwa 1.800 Jahren entdeckt wurde.

    Die Gewässer hier sind heute ein wesentlicher Bestandteil der Kumano-Pilgertradition. Reinigungsrituale, die hier gegen Ende der langen Reise vollendet wurden, sind in Vorbereitung auf den Gottesdienst im nahe gelegenen Kumano Hongu Taisha. Im Zentrum des Dorfes ist die Quelle, die als Fluss durch die Stadt fließt. Viele Reisende nutzen die öffentlichen heißen Quellen als Kochbecken für Eier, die in der Nähe gekauft und in wenigen Minuten gekocht werden können (Onsen Tamago).

    Der kleine Tsuboyu Onsen, Wakayama.
    Der kleine Tsuboyu Onsen (Foto: Geoff Day)

    Tsuboyu ist eine kleine Hütte in der Nähe eines Baches, in der Besucher*innen bis zu 30 Minuten lang privat baden können. Dies ist eine der wenigen heißen Quellen der Welt, die sowohl für öffentliche Bäder zur Verfügung steht als auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Ort ist in Kabuki-Märchen für seine Fähigkeit bekannt, bestimmte unheilbare Krankheiten zu heilen. Die private Nutzung ist nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ für ein bis zwei Personen gleichzeitig möglich und ist bei Paaren sehr beliebt.

    9. Kamikura-jinja-Schrein / Gotobiki-iwa-Felsen

    Der Standort dieses kleinen Schreins wurde aufgrund seines heiligen Ortes gewählt, von dem man glaubte, dass hier viele Shinto-Götter hinabstiegen. Der massive Felsblock krönt hier eine Klippe, die steil aus dem Boden ragt und die Stadt Shingu überragt. Der Kamikura-jinja-Schrein wird als eines der ältesten Ziele entlang der Kumano Kodo-Pilgerroute beschrieben.

    Beginn der Steintreppen, die zum Kamikura-jinja-Schrein führen, Wakayama.
    Beginn der Steintreppen, die zum Kamikura-jinja-Schrein führen (Foto: Virginia Gonzalez)

    Der Pfad, der zum Felsblock hinaufführt ist selbst eine unglaubliche Wanderung über 500 unregelmäßig geformte, steile Steinstufen. Der Weg nach oben ist anspruchsvolll, aber die Mühe auf jeden Fall wert. Dort wird man mit dem Anblick eines mit der Natur verschmolzenen Shinto-Schreins und atemberaubenden Ausblicken auf die Umgebung aus der Höhe belohnt.

    10. Stadt und Burg Wakayama

    Die Stadt Wakayama ist zwar keine einzelne Attraktion, aber das Tor zu dieser Region, und ein Tag zur Erkundung bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, jedes Wakayama-Abenteuer zu beginnen.

    Die Burg von Wakayama überblickt die Stadt und hat noch immer ihren ursprünglichen Burggraben und die Steinmauer. Sie ist eine der schönsten Burgen Japans und besonders beeindruckend im Frühling, wenn die Kirschbäume in voller Blüte stehen. Zum nahe gelegenen japanischen Garten Momijidani, der besonders schön in leuchtenden Herbstfarben aussieht, gehört ein Teehaus, in dem Besucher*innen grünen Matcha-Tee probieren können.

    Die Burg Wakayama.
    Die Burg Wakayama (Foto: Andrea De Santis, Unsplash)

    Das Burgmuseum, das sich im Hauptgebäude befindet, ist für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt historische Artefakte. Vom Bergfried aus bietet sich ein hervorragender Blick auf die Stadt und die Bucht.

    Die Gegend um Kuroshio ist ein pulsierender Markt mit einigen der besten Meeresfrüchte der Region und vielen Souvenirs, die die Kultur Wakayamas repräsentieren. Probiere zum Mittagessen frische Meeresfrüchte auf den Grillplätzen im Freien und genieße ein entspanntes Bad im Kishu Kuroshio Onsen.

    Wakayama
    Wakayama ist perfekt für Naturliebhaber (Foto: Gor, Unsplash)

    Wakayama, die Hauptstadt der Präfektur, liegt eine Zugstunde von Osaka und 1,5 Stunden von Kyoto entfernt. Der Flug vom Flughafen Haneda zum internationalen Flughafen Kansai dauert 70 Minuten. Weitere Einzelheiten zur Planung deiner Reise findest du auf der offiziellen Webseite.

    Wer weitere Präfekturen in Japan erkunden möchte, findet hier die Top Attraktionen in Yamagata.

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