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    Saitama – Top 10 Attraktionen

    Die Präfektur Saitama besticht durch ihre Nähe zu Tokyo und das reichhaltige Angebot an Geschichte, Kultur und Outdoor-Aktivitäten.

    Gerade wenn man längere Zeit in Japans Hauptstadt verbringt, finden sich in Saitama viele spannende Reiseziele, die man vor allem auch bei Tagesausflügen erkunden kann. Diese sind sehr abwechslungsreich und bieten für jeden Geschmack etwas. Eine Auswahl an 10 besonders spannenden Attraktionen befindet sich hier:

    1. Kawagoe

    Kawagoe begeistert mit Edo-Flair.
    Kawagoe begeistert mit Edo-Flair. Foto: Elena Lisina

    Die Stadt Kawagoe ist eines der beliebtesten Reiseziele in der Gegend und besticht vor allem durch ihre historischen Gebäude und das besondere Altstadtflair. Sie wird nicht umsonst oft als das „kleine Edo“ bezeichnet und bietet sich perfekt für einen Tagesausflug an. Einst war die Stadt durch die Nähe zur Burg Edo ein wichtiges politisches und militärisches Zentrum.

    Heute erfreuen sich Besucher*innen vor allem am Koedo Kawagoe, dem beliebtesten Teil der Stadt, der den Kitain Tempel und das Kurazukuri beherbergt. Letzteres ist eine Ansammlung traditioneller Handelsgebäude, die sich einige Straßen entlangziehen und heute vor allem Geschäfte und kleine Restaurants und Cafés beinhalten. Eine Besonderheit ist dabei der ist der toki no kane, ein Glockenturm aus der Edo-Zeit, der heute ein ikonisches Symbol von Kawagoe ist und sich mitten im charmanten Altstadtviertel befindet.

    2. Nagatoro Schlucht

    Die Nagatoro Schlucht in Saitama
    Die Nagatoro Schlucht in Saitama (Foto: Cathy Cawood / JT)

    Die Nagatoro Schlucht ist etwa 6 Kilometer lang und durch sie fließt der Fluss Arakawa, der in den Bergen in Saitama entspringt und in der Bucht von Tokyo mündet. Die Schlucht ist wegen ihrer besonderen Felsformationen und der schönen Landschaft ein nationaler Naturschatz und bietet viele Outdoor-Aktivitäten.

    Besonders beliebt sind Ausflüge auf kleinen traditionellen Booten, die Besucher*innen durch die Schlucht fahren und dabei vom Wasser aus einen Blick auf die unterschiedlichen Felsformationen und Gesteinsschichten bieten. Die Nagatoro Schlucht ist vor allem im Herbst ein beliebtes Ausflugsziel, wenn die Blätter der umliegenden Bäume sich färben.

    3. Besuch einer Sake Brauerei

    Die Herstellung von Sake hat eine lange Tradition in Japan.
    Die Herstellung von Sake hat eine lange Tradition in Japan. Foto: Serena Ogawa

    Saitama ist berühmt für seinen Sake – es gibt insgesamt mehr als 35 Brauereien in der Präfektur. Für Interessierte ermöglicht eine Tour durch eine Sake Brauerei einen persönlichen Einblick in den Brauprozess, bevor man direkt vom frischen Reiswein probieren kann. Die Brausaison beginnt im Dezember und endet im März, jedoch unterhalten die meisten Brauereien ein Museum und einen Laden, die in der Regel das ganze Jahr geöffnet haben.

    Einige dieser Sake-Touren sind sogar kostenlos, wie die Brauereitour in Gyoda. Alle, die sich für das traditionelle japanische Getränk interessieren, finden hier viele Möglichkeiten, mehr über den Entstehungsprozess und verschiedene Sorten zu erfahren.

    4. Hitsujiyama Park

    Der Hitsujiyama Park während des Shibazakura Festivals
    Der Hitsujiyama Park während des Shibazakura Festivals (Foto: Tristan Scholze / JT)

    Mit dem Hitsujiyama Park befindet sich hier eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Zeit von April bis Mai. Denn dann befinden sich die sogenannten Shibazakura (polsterartig wachsenden Flammenblumen, die „Polster-Phlox“) in voller Blüte und tauchen das riesige Gelände in verschiedene Farbtöne von rosa bis pink. Die Shibazakura befinden sich dort auf mehr als 17.000 Quadratmetern Fläche und ziehen tausende von Besucher*innen an. Trotz des Namens sind sie keine Kirschblüten, erinnern aber durch ihre Farbe stark an die ikonischen Sakura und sind daher sehr beliebt.

    Der Hitsujiyama Park bietet aber auch zu anderen Zeiten viel, hier kann man auch Tulpen, Pflaumenbäume und echte Kirschblüten bewundern, zudem gibt es eine Reihe von Möglichkeiten für Sportbegeisterte, wie beispielsweise einen Tennisplatz und weitere Outdoor-Aktivitäten.

    5. Eisenbahnmuseum Saitama

    Eisenbahnmuseum Saitama.
    Eisenbahnmuseum Saitama. Foto: Railway Museum

    Ein besonderes Highlight für Fans von Zügen oder Modelleisenbahnen bietet das Eisenbahnmuseum Saitama. Es bietet eine umfangreiche Sammlung an unterschiedlichen Ausstellungsstücken, die Besucher*innen die Geschichte und Entwicklung der Eisenbahn in Japan und auch weltweit näherbringen soll. So zeigt das Eisenbahnmuseum eine große Anzahl an originalen und ausgemusterten Zugmodellen wie Dampflokomotiven, Diesel-Zügen und alten Shinkansen Expresszügen, dazu auch Passagierwaggons und Güterzüge.

    Zudem gibt es hier riesige Dioramen, bei denen groß angelegte und detailverliebte Modelleisenbahn-Landschaften zu sehen sind. Eine Auswahl an Simulatoren komplettieren das Eisenbahn-Erlebnis und bieten Besucher*innen einen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Bahnfahren. So kann man hier beispielsweise interaktiv erleben, wie es ist, Lokführer*in einer D51-Dampflokomotive, eines Shinkansen-Zuges oder von Zügen verschiedener Linien der JR East zu sein.

    6. Omiya Bonsai Dorf

    Gartenkunst im Omiya Bonsai Dorf.
    Gartenkunst im Omiya Bonsai Dorf. Foto: Chris Gould/ JT

    Fans dieser besonderen japanischen Gartenkunst finden im Omiya Bonsai Dorf ein besonderes Highlight. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Baumschulen, die nach dem großen Kanto Erdbeben von Tokyo nach Omiya übersiedelten. Einst kümmerten sie sich um die Gärten von hochrangigen Samurai und Fürsten. 1928 gründeten die Gärtner*innen und Bonsai-Baumschulen eine Kooperative, um sich gegenseitig zu unterstützen und Regeln zum Qualitätserhalt festzulegen.

    Die Miniaturbäume aus der Gegend gelten als besonders hochwertig und Besucher*innen können bei einem Besuch im Omiya Bonsai Dorf den Meistern oft direkt bei der Arbeit zusehen. Manchmal gibt es auch kleinere Workshops, zudem befindet sich in der Gegend auch ein Bonsai Museum, das sich der Geschichte der besonderen Bäume widmet und einige wunderschöne Exemplare ausstellt.

    7. G-Cans Kanalisationssystem

    Das G-Cans Kanalisationssystem in Saitama bietet ein besonderes Erlebnis.
    Das G-Cans Kanalisationssystem in Saitama bietet ein besonderes Erlebnis. Foto: eerkmans (CC BY-ND 2.0)

    Das G-Cans ist das weltweit größte unterirdische Entwässerungssystem und vermutlich eine der ungewöhnlichsten Attraktionen der Präfektur. Das gigantische Kanalisationssystem besteht aus 5 riesigen Kammern aus Beton, die durch Tunnel miteinander verbunden sind. Die Anlage soll den Großraum Tokyo bei Taifunen und Starkregen vor Hochwasser schützen, indem das überschüssige Wasser in den Kammern gesammelt und anschließend in den Fluss Edogawa abgeleitet wird.

    Durch die enorme Größe und die vielen Säulen erinnern die einzelnen Kammern des Kanalisationssystems an eine Kathedrale und bieten dadurch eine sehr ungewöhnliche Reisedestination. Zwar ist das G-Cans an sich keine Touristendestination, allerdings können die Tunnel im Rahmen von Touren besucht werden, wenn sie gerade kein Wasser führen. Je nach Umfang kosten die Führungen zwischen ¥1.000 (etwa 7,70 Euro) und ¥4.000 (etwa 30,85 Euro). Wichtig zu wissen ist, dass man sich dafür vorab anmelden muss und der Zutritt nur gestattet ist, wenn man Japanisch spricht oder von einer japanischsprachigen Person begleitet wird.

    8. Moomin Valley Park

    Die skandinavische Architektur entführt in die Welt der Mumins.
    Die skandinavische Architektur entführt in die Welt der Mumins.

    Eine ganz andere Art von Erlebnis bietet der Moomin Valley Park, der sich der beliebten Serie rund um Mumin und seine Freunde gewidmet hat. Diese basiert auf den beliebten Büchern der finnisch-schwedischen Autorin und Künstlerin Tove Janson. Auch in Japan erfreuen die Mumins sich seit Jahren großer Beliebtheit, sodass man sie mittlerweile in einem eigens für sie kreierten Themenpark findet.

    Der Moomin Valley Park befindet sich im skandinavisch angehauchten Metsä Village und schafft damit die passende Kulisse. Der kleine Themenpark bietet Fans eine Reihe von Attraktionen, darunter auch ein Museum, viele Gebäude, die an die Serie erinnern und ein Spielplatz für die Kleinen. Zudem gibt es immer wieder Shows, die die Charaktere zum Leben erwecken, sodass man mit Mumin und seinen Freunden Erinnerungsfotos machen kann. Wer ein wenig Nostalgie spüren und in die fantasievolle Welt eintauchen möchte, ist hier genau richtig.

    9. Mitsumine Schrein

    Der Mitsumine Schrein in Saitama
    Der Mitsumine Schrein in Saitama (Foto: fjt1986 / CC BY-ND 2.0 )

    Shinto Schreine findet man in Japan überall und sie bieten teilweise eine große Auswahl an Stilen und verschiedenen architektonischen Besonderheiten. Ein besonders eindrucksvolles Exemplar ist der Mitsumine Schrein, der sich durch seine überaus kunstvolle Architektur auszeichnet und ein Geheimtipp dieser Gegend ist. Er liegt auf dem gleichnamigen Berg und ist damit auch von vielen Wanderwegen umgeben, die ihn zu einem tollen Ausflugsziel machen.

    Der Mitsumine Schrein bietet eine Reihe an Besonderheiten, wie das dreifache Eingangstor, die aufwändigen Holzschnitzereien und die bunten Farben. Dieser Stil ist sehr selten und kann nur bei wenigen Schreinen gefunden werden. Außerdem zieren diesen Schrein statt der üblichen Wächtertiere, die meist eine Mischung aus Löwen und Hunden sind, japanische Wölfe. Der Schrein kann mit lokalen Bussen aus der Stadt Chichibu erreicht werden, die wiederum von Tokyo aus leicht zugänglich ist.

    10. Totoro Wald in Saitama

    Der Totoro Wald in Saitama
    Der Totoro Wald in Saitama (Foto: SherlockCai / Pixabay)

    Fans der beliebten Ghibli Produktionen finden in Saitama ein weiteres tolles Reiseziel. Der sogenannte Totoro Wald liegt in den Sayama Hills und wird von einer Stiftung unterhalten und war angeblich die Inspiration für den Studio Ghibli Klassiker „Mein Nachbar Totoro“ aus dem Jahr 1988. Primär findet man hier große Waldgebiete mit einer artenreichen Flora und Fauna und gerade Wanderer kommen hier auf ihre Kosten.

    Neben den vielen Wanderwegen gibt es ein kleines Museum in einem restaurierten Bauernhaus und auch Souvenirs rund um Totoro kann man hier finden. Wer einen Tag lang einfach nur Natur genießen und vielleicht ein paar Erinnerungen an den beliebten Film auffrischen möchte, ist hier genau richtig.

    Alle, die weitere Attraktionen rund um den Großraum Tokyo suchen, werden auch in der Präfektur Ibaraki fündig, die ebenfalls eine breite Auswahl an Sehenswürdigkeiten bietet.

     

     

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