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    Oita – Top 10 Attraktionen

    Die Präfektur Oita liegt auf der japanischen Hauptinsel Kyushu und ist vor allem durch ihre unzähligen heißen Onsen Quellen und Kurorte bekannt.

    Wer in den Süden Japans in die Region Kyushu reist, um dort in Thermalquellen zu entspannen oder die Natur zu genießen, ist in Oita genau richtig. Die Präfektur bietet unzählige Kurorte, viele unbekannte Highlights abseits der typischen Pfade und vor allem beeindruckende Natur und unzählige Reiseziele für Wanderer. Im Folgenden finden sich 10 Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man bei einem Besuch unbedingt ansehen sollte:

    1. Die Höllen von Beppu

    Beppu Onsen
    Die Quelle in Beppu hat 85 °C. Foto: Diagoras Kalaitzoglou

    Beppu ist einer der bekanntesten Orte in Oita und zieht daher viele Touristen an. Das liegt vor allem an den dort befindlichen heißen Quellen, die aufgrund ihrer besonderen Optik und ihrer extremen Hitze auch als die „Höllen von Beppu“ bezeichnet werden. Im Gegensatz zu anderen Onsen kann man hier nicht baden, durch die verschiedenen Mineralien aber sind die Quellen bunt gefärbt und eine beeindruckende Sehenswürdigkeit.

    Die insgesamt sieben Quellen verteilen sich in zwei Bezirken der Stadt Beppu und können bei einem Rundgang besichtigt werden. Fünf der sieben Höllen von Beppu befinden sich im Bezirk Kannawa, die berühmteste von ihnen ist die Umi Jigoku, die „Meereshölle“. Sie besticht mit kochendem, türkisblauem Wasser. Man kann für die Höllen entweder ein Kombinationsticket kaufen, mit dem man alle Höllen besichtigen kann, oder jeweils Einzeltickets. Neben den beeindruckenden Quellen bietet Beppu auch viele schöne Ryokan Unterkünfte, außerdem kann man überall über natürlichem heißen Dampf gegartes Streetfood kaufen.

    2. Usuki Stein-Buddhas

    Die Usuki Stein-Buddhas in Oita.
    Die Usuki Stein-Buddhas in Oita. Foto: TANAKA Juuyoh / CC BY-SA 3.0

    An der Küste der Stadt Usuki befinden sich die gleichnamigen Stein-Buddhas, eine Ansammlung von mehr als 60 Statuen, die dort direkt in das vulkanische Gestein geschlagen wurden. Diese besondere Steinmetz-Kunst nennt sich magaibutsu und ist mehr als ungewöhnlich, denn die meisten Buddha-Statuen in Japan werden aus Metall oder Holz gefertigt. Steinerne Varianten dagegen werden in der Regel aus Blöcken geschlagen. Die Usuki Stein-Buddhas dagegen sind direkt in den dortigen Fels gemeißelt und damit mit der Umgebung verbunden.

    Die Statuen sind als Nationalschatz ausgewiesen und bieten eine besondere Sehenswürdigkeit abseits der üblichen Routen. Besucher*innen bietet die Stadt Usuki darüber hinaus zahlreiche Spuren aus der Vergangenheit, die bis heute unverändert geblieben sind; darunter historische Gassen, zahlreiche Tempel und viele Samurai-Residenzen.

    3. Inazumi Unterwasserhöhle

    Inazumi Unterwasserhöhle in Oita.
    Inazumi Unterwasserhöhle in Oita. Foto: Visit Oita

    In einem Naturpark nahe der Stadt Bungoono befindet sich mit der Inazumi Höhle die längste Unterwasserhöhle in ganz Japan. Ihre heutige Form entstand vermutlich bei einer Eruption des Aso Vulkans vor etwa 300.000 Jahren, infolge deren sie überflutet wurde. Heute beeindruckt sie mit unterschiedlichen Kalksteinformationen und Tropfsteinhöhlen mit Stalaktiten und Wasserbecken.

    Die Temperatur in den durch schmale Gänge und Bäche verbundenen Höhlen beträgt das ganze Jahr über konstant etwa 16 Grad. Dadurch ist sie im Sommer und auch im Winter erreichbar. Teile der Inazumi Unterwasserhöhle können zu Fuß besucht werden, außerdem werden vor Ort auch geführte Tauchtouren angeboten, die jedoch vorab über die Website gebucht werden müssen. Auch wenn die Höhle etwas abgelegen und am besten mit einem Auto zu erreichen ist, bietet sie beeindruckende Einblicke und einmalige Fotomotive.

    4. Yufuin

    Yufuin bietet schmale Gassen und traditionelle Ryokan.
    Yufuin bietet schmale Gassen und traditionelle Ryokan. Foto: Mandy Bartok/ JT

    Yufuin ist ein beliebter kleiner Kurort mit heißen Thermalquellen, der sich idyllisch nahe dem Berg Yufu befindet und mit vielen Ryokan Unterkünften besticht, die meist ebenfalls Onsen Quellen beinhalten. Zudem besitzt der Ort eine Einkaufsstraße mit Boutiquen, Cafés und Restaurants. Durch die Nähe zur Stadt Beppu und die umliegende Natur ist Yufuin ein beliebtes Reiseziel bei Japaner*innen.

    Eine weitere Attraktion ist das Yufuin Flower Village, ein Viertel, das dem Stadtbild der englischen Cotswolds Region nachempfunden ist. Diese war beispielsweise auch der Drehort für die „Harry Potter“-Filme. In den idyllisch gestalteten Gebäuden befinden sich Cafés und Souvenirshops, aber auch Themencafés und andere Shops, wie beispielsweise vom Studio Ghibli.

    Wanderfans können am Berg Yufu ausgiebige Märsche unternehmen und abends in den heißen Quellen entspannen. Yufuin ist mit Highway Bussen und Zügen von den Städten Beppu und Oita aus gut erreichbar und eignet sich bei Bedarf auch gut für einen Tagesausflug.

    5. Tadewara Marsch

    Das Tadewara Sumpfgebiet ist ein geschütztes Ökosystem.
    Das Tadewara Sumpfgebiet ist ein geschütztes Ökosystem. Foto: Mandy Bartok/ JT

    Das Marschland in Tadewara bietet ein außergewöhnliches Ökosystem mit einer umfangreichen Tier- und Pflanzenwelt. Seit 2015 wird die Gegend als Schutzgebiet ausgewiesen, dennoch gibt es hier zahlreiche Wanderwege und damit Möglichkeiten, die erstaunliche Natur zu besuchen. Um das Ökusystem zu schützen, führen alle Pfade über angebrachte Holzstege, von denen man beim Wandern auf keinen Fall abweichen sollte.

    Die Routen sind unterschiedlich lang und weisen verschiedene Schwierigkeitsgrade auf. Sie führen durch das Sumpfland, über Grasflächen und durch Wälder. Für Naturfans und Wanderer eignet sich die Gegend hervorragend und mit etwas Glück sieht man sogar ein paar heimische Tierarten. Das Tadewara Marschland kann über das Chojabaru Besucherzentrum erreicht werden, das wiederum von lokalen Bussen angefahren wird und über die Umgebung informiert. Von hier aus kann man auch Wanderungen ins Kuju Gebirge starten.

    6. Usa Schrein

    Lotus-Teich auf dem Gelände des Osu Schreins.
    Lotus-Teich auf dem Gelände des Osu Schreins. Foto: Ekaterina Bespyatova/ JT

    Der Usa Schrein oder auch Usa Hachimangu Schrein ist einer der bedeutendsten Shinto Schreine in ganz Japan und Hauptschrein aller Hachiman Schreine, die überall im Land verteilt sind. Der legendäre Kaiser Ojin wurde hier angeblich als zum ersten Mal als Gottheit Hachiman verehrt, weswegen dem Schrein eine besondere Bedeutung zukommt. Die Haupthalle ist ein nationaler Kulturschatz und weist einen besonderen Baustil auf, der sich Hachiman-zukuri nennt und aus zwei separaten Hallen mit einem Satteldach besteht, die in der Mitte mit einem weiteren Dach verbunden sind.

    Das riesige Schreingelände bietet mehrere Hallen und Nebenschreine, zudem befindet sich hier auch ein buddhistischer Tempel integriert. In der Schatzhalle des Usa Schreins werden einige wichtige Artefakte ausgestellt. Eine weitere Besonderheit des Schreins ist die sogenannte Kurehashi, eine Brücke, die über einen der angelegten Teiche führt und mit ihrer roten Farbe und dem Strohdach ein besonders Fotomotiv bildet.

    Wer sich für den Shinto Glauben interessiert und einen besonderen Schrein besuchen möchte, der zudem durch seine relative Abgelegenheit kein typisches Ziel ausländischer Touristen ist, sollte sich den Usa Schrein auf jeden Fall auf die Liste setzen.

    7. Sanrio Harmony Land

    Sanrio Harmonyland in Oita.
    Sanrio Harmonyland in Oita. Foto: mono (CC BY 2.0)

    Wer nach so viel Natur auf der Suche nach ein wenig Abwechslung in Form von Populärkultur ist, der findet im Sanrio Harmony Land eine willkommene Abwechslung. Der Themenpark widmet sich den gleichnamigen Sanrio Charakteren, von denen außerhalb von Japan vor allem „Hello Kitty“ bekannt ist. In dem kleinen Vergnügungspark finden sich unterschiedliche Attraktionen wie Achterbahnen und Karussells, aber auch Fotoecken und Hindernisparks für Kinder.

    Fans der beliebten Charaktere kommen hier auf ihre Kosten und können in den verschiedenen Zonen des Parks alle Maskottchen der Sanrio Reihe treffen und fotografieren. Auch für das liebliche Wohl ist gesorgt und natürlich kann man unterschiedliche Andenken und Merchandise zu den Charakteren kaufen.

    8. Kuju Blumen-Park

    Der Kuju Blumen-Park in Oita.
    Der Kuju Blumen-Park in Oita. Foto: Tanaka Juuyoh (CC BY 2.0)

    Eine weitere Attraktion der südlich gelegenen Präfektur befindet sich nahe der Stadt Taketa nahe dem Kuju Gebirge. Der sogenannte Kuju Blumen-Park bietet auf einem riesigen Gelände von fast 20 Hektar eine unglaubliche Anzahl von verschiedenen Pflanzenarten, die hier in bunten Feldern und Formationen gepflanzt werden und den Park damit zu beinahe jeder Jahreszeit sehenswert machen.

    Je nach Saison blühen hier zahllose Felder mit Tulpen, Lavendel, Mohnblumen und Sonnenblumen, daneben gibt es auch ein großes Gewächshaus. Das Kuju Gebirge im Hintergrund bietet zudem ein attraktives Fotomotiv. Außerdem verkaufen an manchen Tagen lokale Bauern am Eingang des Parks ihr frisches Gemüse. Gleichzeitig gibt es Souvenirläden, in denen man lokale Andenken mit Blumen- oder Pflanzenbezug wie zum Beispiel Duftöle und Seifen erwerben kann.

    9. Mameda-machi in Hita

    Historische Altstadt in Mameda-machi, Hita.
    Historische Altstadt in Mameda-machi, Hita. Foto: STA3816 (CC BY-SA 3.0)

    Mameda-machi ist der Name des historischen Stadtteils von Hita, die während der Edo Zeit und unter dem Tokugawa Shogunat entstanden ist. Teile der Altstadt werden als wichtige Kulturgüter angesehen und beinhalten heute Shops, kleine Museen und sind teilweise auch einfach Wohnhäuser. Ehemals waren sie vor allem die Wohn- und Lagerhäuser von reichen Handelsleuten, die hier lebten.

    Die Gegend wird sehr gerne auch als ein „kleines Kyoto“ bezeichnet und ist dabei aber weit weniger überlaufen als beispielsweise einige andere traditionelle Straßenzüge in Japan. Besucher*innen können sich beispielsweise in traditionelle Kimono kleiden lassen und die Gegend in einer Rikscha erkunden.

    10. Kuju Gebirge

    Vielseitige Landschaft beim Wandern im Kuju Gebirge.
    Vielseitige Landschaft beim Wandern im Kuju Gebirge. Foto: Nicole Kirchmeyr

    Das Kuju Gebirge befindet sich im Aso-Kuju-Nationalpark und bietet eine der attraktivsten Wandermöglichkeiten in Kyushu. Die beiden berühmtesten Berge und gleichzeitig Namensgeber des Nationalparks sind der aktive Vulkan Aso und der Berg Kuju, welcher mit seinen 1.787 Metern der höchste Gipfel der Region Kyushu ist. Die meisten Wanderungen beginnen beim Chojabaru Besucherzentrum, das mit lokalen Bussen gut erreichbar ist.

    Die Routen sind unterschiedlich lang und bieten von einfachen Wegen bis zu Wanderwegen für Fortgeschrittene viele scöne Optionen. Zudem gibt es überall in der Gegend Unterkünfte, vielfach traditionelle Ryokan, teilweise aber auch eher einfach gehaltene Berghütten, die sich hervorragend für Zwischenstopps eignen, von denen aus man weitere Gipfel besteigen kann.

    Wander- und Naturfans finden in Oita auf jeden Fall viele wunderschöne Möglichkeiten, die vielfältigen Landschaften Japans zu bewundern und abseits der Touristenmassen eine neue seite von japan zu sehen.

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