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    Kagawa – Top 10 Attraktionen

    Die Präfektur Kagawa befindet sich im Norden der Hauptinsel Shikoku. Obwohl sie flächenmäßig die kleinste Präfektur Japans ist, bietet sie eine Vielzahl von Attraktionen, atemberaubende Natur, international renommierte Kunstinstallationen und köstliche Udon.

    Takamatsu, die größte Stadt Shikokus, ist die Hauptstadt der Präfektur Kagawa. Die Präfektur grenzt nördlich an das Seto-Binnenmeer und ist über die Große Seto Brücke mit der Hauptinsel Honshu verbunden. Viele der sich im Binnenmeer befindlichen Inseln gehören zu Kagawa. Naoshima und die umliegenden Inseln sind für ihre Museen und modernen Kunstausstellungen bekannt, während Shodoshima für Olivenanbau und Sandstrände berühmt ist. Südlich bilden die Sanuki Berge die Grenze zur Präfektur Tokushima. Neben einzigartiger Natur ist die Präfektur Kagawa am besten für Udon bekannt. Hier sollen sich viele der besten Nudelläden Japans befinden.

    Im Folgenden sind die Top 10 Attraktionen gelistet, die bei einem Besuch in Kagawa nicht fehlen sollten:

    1. Ritsurin Garten

    Ritsurin Garten
    Tolle Landschaft im Ritsurin Garten in Takamatsu (Foto: Laura Scibetta)

    Der Ritsurin Garten gilt als einer der schönsten Gärten Japans und befindet sich in der Stadt Takamatsu. Er wurde 1745 als Spaziergarten für Feudalherren der Stadt fertiggestellt und 1845 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Garten erstreckt sich über eine Fläche von 75 Hektar am Fuße des Berges Shiun und umfasst sechs Teiche und 13 künstliche Hügel. Er wurde im Zuge von ippo ikkei („ein Schritt, ein Blick“) angelegt und so soll sich mit jedem Schritt ein anderer landschaftlicher Blick auftun. Der Ritsurin Garten wurde vom Michelin Green Guide Japan mit drei Sternen ausgezeichnet.

    Auf dem Gelände befinden sich die Shoko Shoreikan (Förderhalle für Handel und Industrie), die über die Geschichte des Gartens sowie lokales traditionelles Handwerk informiert und das Kikugetsutei Teehaus, wo man japanischen Matcha-Tee mit Blick auf einen der Seen genießen kann. Außerdem gibt es weitere kleine Cafés, Souvenirshops und das Sanuki Mingeikan Museum, welches Sanuki-Volkskunsthandwerk zeigt. Auf dem Südsee ist es zudem möglich, die Landschaft bei einer traditionellen Bootsfahrt zu bewundern.

    Der Ritsurin Garten ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt kostet ¥410 (ca. 3,33 Euro). Die Öffnungszeiten ändern sich monatlich und detaillierte Informationen können auf der offiziellen Webseite gefunden werden.

    2. Naoshima

    Naoshima
    Attraktion der Kunstinsel Naoshima: Yayoi Kusamas „Yellow Pumpkin“ (Roger Walch / CC BY-NC-ND 2.0)

    Naoshima ist eine Insel im Seto Binnenmeer, die auch als Kunstinsel bekannt ist. Hier wird Kunst in das Inselleben integriert und es gibt viele Museen und Ausstellungen. Man findet hier unter anderem Kunstinstallationen der japanischen Künstler Yayoi Kusuma, sowie das Chichu Art Museum und das Benesse House Museum, welche beide vom weltberühmten Architekten Ando Tadao entworfen wurden. Weiterhin wurden viele öffentliche Einrichtungen wie Verwaltungsgebäude und Schulen vom japanischen Architekten Ishii Kazuhiro entworfen und fügen sich somit wunderbar in Naoshimas künstlerische Landschaft ein. Naoshima ist außerdem Hauptveranstaltungsort des Setouchi Triennale Kunstfestivals.

    Neben den Kunstinstallationen findet man auf der Insel tolle Natur. Im Sommer kann man hier schwimmen gehen und es gibt viele Restaurants und Cafés. Es ist auch möglich, auf Naoshima zu übernachten. Auf der Insel verkehrt ein lokaler Bus, der die Hauptattraktionen miteinander verbindet. Noashima ist von Takamatsu in Kagawa sowie von Uno in der Präfektur Okayama aus mit der Fähre zu erreichen. Die Insel kann das ganze Jahr besucht werden, es sollte jedoch beachtet werden, dass bis auf das Benesse House Museum alle Kunstgalerien und Museen montags geschlossen sind und somit auch viele Cafés, Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten.

    3. Burg Takamatsu

    Burg Takamatsu
    Die Burg Takamatsu befindet sich in der Hauptstadt von Kagawa (Foto: Yoshikazu TAKADA / CC BY 2.0)

    Die Burg Takamatsu, auch als Burg Tamamo bekannt, ist eine der „Drei großen Wasserburgen Japans“. Wasserburgen sind solche, die für ihren Burggraben das Salzwasser naheliegender Meere verwenden. Die Burg wurde im Jahr 1590 gebaut, doch in der Meiji Zeit zerstört. Das Hauptgebäude der Burg soll rekonstruiert werden und im Burgpark befinden sich viele der ursprünglichen Gebäude. Das Gelände wurde deshalb als Nationales historisches Denkmal ausgeschrieben.

    Man kann im Park spazieren gehen oder mit einem Holzboot den Burggraben abfahren. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände das Hiunkaku Gebäude. Es diente im 20. Jahrhundert als Regierungssitz und heute finden dort verschiedene Ausstellungen, Teezeremonie und Kurse für Blumenarrangements statt. Die Burg befindet sich nahe des Hafen Takamatsu und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Eintritt kostet ¥200 (ca. 1,62 Euro).

    4. Zentsuji Tempel

    Zentsuji Tempel
    Der Zentsuji Tempel in Kagawa (Foto: Anna Sheffer / JT)

    Der Zentsuji Tempel befindet sich in der gleichnamigen Stadt und ist ein buddhistischer Tempel der Shingon Sekte. Die Stadt ist der Geburtsort von Kobo Daishi, auch bekannt als Kukai, einem der berühmtesten buddhistischen Mönche Japans, welcher die Shingon Sekte geründet hat. Im Jahr 807 restaurierte er den Ahnentempel seiner Familie und nannte ihn in Zentsuji um.

    Der weitläufige Tempelkomplex verfügt über mehrere Gebäude, in denen sich verschiedene Schätze befinden, und eine fünfstöckige Pagode. Die Goldene Halle des Tempels beherbergt eine Holzstatue von Yakushi, dem Buddha der Medizin und Heilung. In der Miedo Halle findet man eine Statue zu Ehren von Kobo Daishi. Deshalb, und auch weil der Tempel einer der 88 Tempel der Shikoku Pilgerroute ist, wird er von vielen Pilgern besucht.

    Das Tempelgelände ist rund um die Uhr geöffnet, die Schatzhalle von 08:00 bis 16:30 Uhr und der Eintritt hier kostet ¥500 (ca. 4,05 Euro).

    5. Shodoshima

    Shodoshima
    Shodoshima ist auch als Oliveninsel bekannt (Foto: Susann Schuster / JT)

    Die Insel Shodoshima ist die zweitgrößte Insel im Seto-Binnenmeer. Sowohl wegen dem ganzjährig gemäßigtem Klima als auch wegen der Olivenproduktion wird die Insel auch als das Griechenland von Japan bezeichnet. Im Jahr 1908 wurden hier die ersten Oliven kultiviert und seither ist die Insel der größte Hersteller von in Japan angebauten Oliven. Im オリーブ公園 (oribu-koen), dem Olivenpark, kann man durch einen mediterranen Garten mit Olivenhainen spazieren. In dem Park befinden sich ein Museum, Cafés und eine griechische Windmühle, die im Studio Ghibli Film „Kikis kleiner Lieferservice“ zu sehen ist.

    Neben der Olivenproduktion hat die Insel eine lange Geschichte der Lebensmittelproduktion, wie zum Beispiel langsam in Holzfässern fermentierte Sojasoße oder sonnengetrocknete Somen-Nudeln. Lokale Spezialitäten können überall auf der Insel gefunden werden. Auf Shodoshima können Besucher*innen zudem bei Outdoor-Aktivitäten die vielfältige Natur der Insel erleben. Die Insel ist, genau wie Naoshima, Austragungsort des Setouchi Triennale Kunstfestivals.

    Die Insel Shodoshima hat sechs Häfen und ist somit aus mehreren Präfekturen erreichbar. Von Takamatsu aus fahren stündlich Schiffe zum Hafen Tonosho am westlichen Ufer der Insel. Weitere Informationen können auf der offiziellen Webseite gefunden werden.

    6. Kankakei Schlucht

    Kankakei Schlucht
    Die Kankakei Schlucht auf Shodojima (Foto: Christian Kaden / CC BY-NC-ND 2.0)

    Die Kankakei Schlucht liegt im Setonaikai Nationalpark auf der Insel Shodoshima im Seto Binnenmeer und besticht durch atemberaubende Natur. Die Landschft bestehen aus steilen Klippen, eindrucksvollen Felsformationen und enstand vor über zwei Millionen Jahren. An den Hängen des Berges Hoshigajyo in der Mitte von Shodoshima gelegen, ist sie mit 816 Metern sowohl der höchste Punkt der Insel als auch der höchste Punkt im Seto Binnenmeer. Die Schlucht ist zu jeder Jahreszeit ein gutes Ausflugsziel, bietet aber vor allem im Herbst einen atemberaubenden Blick.

    Der Berg ist am einfachsten mit einer Seilbahn zu erreichen. Von der Talstation Kountei braucht sie nur sechs Minuten bis nach oben. Alternativ kann man den Gipfel auch über zwei Wanderrouten erreichen. In der Nähe der Bergstation befinden sich Cafés, Restaurants und Souvenirläden sowie viele Aussichtsplattformen mit Blick auf die Schlucht. Bei gutem Wetter ist es möglich, die umliegende Insel und teils sogar Shikoku zu sehen. Weitere Informationen zu Fahrzeiten und Preisen findet man auf der offiziellen Webseite.

    7. Angel Road

    Shodoshima
    Die Engelsstraße von oben (Foto: Jaclynn Seah / JT)

    Ebenfalls auf Shodoshima befindet sich die angel road (jap.: エンジェルロード, zu deutsch: Engelstraße). Diese Sandbank tritt zweimal am Tag bei Ebbe auf und verbindet drei kleine unbewohnte Inseln mit dem Festland der Insel. Das Naturschauspiel in der Nähe des Hafens von Tonosho ist nicht nur wegen der tollen Aussicht ein beliebtes Ausflugsziel.

    Einheimischen Überlieferungen zufolge, sollen Paare, die beim Gehen auf der angel road Händchen halten, ihre Beziehung stärken. Man findet auf einem kleinen Felsvorsprung oberhalb der Sandbank eine „Love Bell“, sowie einen neu errichteten Schrein, wo man ebenfalls für Glück in der Liebe beten kann. An den Bäumen in der Nähe sind viele ema (hölzerne Wunschtafeln) in Herzform oder als Muscheln gebunden.

    8. Shikoku Mura

    Shikoku Mura 
    Das alte Kabuki-Theater im Shikoku Mura (Foto: saldesalsal / CC BY-NC-ND 2.0)

    Shikuko Mura (jap.: 四国村, „Dorf von Shikoku“) ist ein Open Air Museum und befindet sich in Yashima in der Nähe von Takamatsu. Im Dorf befinden sich 33 traditionelle Häuser und architektonische Strukturen, die von verschiedenen Orten in Shikoku hierher verlegt wurden. Neben den historischen Gebäuden, welche von der Edo- bis zur Taisho-Zeit erbaut wurden, verfügt das Museum auch über eine Galerie mit einer Sammlung von Kunstwerken und Skulpturen. Shikoku Mura liegt am Fuße eines kleinen Berges und ist umgeben von ruhiger Natur. Die Galerie liegt ein Stück den Berghang hinauf und man hat einen guten Blick auf die Stadt.

    Weitere Bauwerke sind Brücken, ein Leuchtturm und ein Kabuki-Theater mit Sitzgelegenheiten im Freien, in dem gelegentliche Aufführungen stattfinden. Die Brücken sind Rekonstruktionen der Weinreben-Brücken des Iya Tals, welche sich in der Präfektur Tokushima auf Shikoku befinden. Von Takamatsu aus lässt sich das Shikoku Mura mit den Zuglinien Kotoden Shido oder JR Tokushima erreichen. Es ist von 08:30 bis 17:30 Uhr geöffnet und kostet ¥1.000 (ca. 8,10 Euro).

    9. Sanuki Manno Park

    Sanuki Manno Park
    Winter Fantasy Festival im Sanuki Manno Park (Foto: Naoko Takeuchi / JT)

    Der Sanuki Manno Park ist Shikokus einziger staatlicher Park und befindet sich in Manno im Zentrum von Kagawa. Auf einer Fläche von 35 Quadratkilometern können Besucher*innen tolle Landschaften und saisonal blühender Blumen genießen. Der Park verfügt über einen großen See, Wasserfälle, grüne Wiesen, Spielplätze für Kinder und den größten Wohnmobil-Campingplatz in Shikoku.

    Im Frühjahr kann man hier Narzissen, Tulpen und Nemophilas finden, wahrend im Sommer Hortensien und Sonnenblumen blühen. Im Herbst verfärben sich die Blätter der Kochia (Sommerzypresse) rot und bestimmen zusammen mit Kosmosblumen die Landschaft. Auch im Winter ist der Park ein tolles Ausflugsziel, wenn er im Zuge der Winter Fantasy Illuminationen mithilfe von 600,000 LED-Installationen im winterlichen Glanz erstrahlt.

    Öffnungszeiten sowie Preise können auf der offiziellen Webseite gefunden werden.

    10. Die Küche Kagawas

    Sanuki Udon
    Spezialität in Kagawa: Sanuki Udon (Foto: raneko / CC BY 2.0)

    Wer Kagawa besucht, sollte auf keinen Fall die lokalen Köstlichkeiten der Präfektur verpassen. Kagawa belegt in ganz Japan Platz 1 sowohl für die Produktion als auch den Konsum von Udon-Nudeln und wird daher auch als „Udon-Präfektur“ bezeichnet. Die natürlichen Gegebenheiten in Kagawa eignen sich perfekt für den Anbau von Weizen sowie die Herstellung von Salz und Sojasauce. In Kagawa gibt es über 600 Udon-Nudelläden, von denen die meisten die Spezialität Sanuki Udon servieren. Die Weizennudeln zeichnen sich durch eine quadratische Form und eher zähe Textur und werden traditionell in einer Brühe aus getrocknete Niboshi-Sardinen gekocht. Heute gibt es viele Variationen der beliebten Spezialität.

    Neben Udon findet man in Kagawa auch andere lokalen Produkte. Durch die Olivenproduktion auf Shodoshima werden viele Spezialitäten wie beispielsweise olivengefüttertes Wagyu-Rind oder Olive Yellowtail, die mit Futter auf Olivenbasis gezüchtet werden, kreiert. Des Weiteren gibt es Honestsukidori, ein würziges Hühnerfleischgericht, und die Suppe Anmochi Zoni, eine Mischung aus süßer Anko-Bohnenpaste, salzigem Miso und Gemüse wie Rettich oder Möhren.

    Wer an weiteren kulinarischen Köstlichkeiten interessiert ist, findet hier Informationen zur regionalen Küche in Shikoku.

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