Alles, was du vor deiner Reise wissen musst!

    LGBTQ in Tokyo

    Auch wenn es anders sein sollte, ist es oft so, dass Menschen aus der LGBTQ Community beim Reisen eine gewisse Unsicherheit verspüren. In Japan muss man sich diesbezüglich zum Glück nicht allzu viel Sorgen machen.

    Viele Länder haben andere Gesetze und Regelungen in Bezug auf Trans- oder Homosexualität und auch wenn Japan in vielerlei Hinsicht noch einen weiten Weg zu gehen hat, so ist das Land dennoch recht offen in Bezug auf LGBTQ, sodass man hier sorglos einen wundervollen Urlaub erleben kann. Hier findest du einige Tipps und Hinweise dazu:

    Sicherheit

    Glücklicherweise ist Sicherheit beim Reisen in Japan absolut kein Thema. Das Land hat nicht nur allgemein eine der geringsten Kriminalitätsraten der Welt, sondern ist auch für trans- und homosexuelle Menschen sicher. Auch wenn die sogenannte „Homoehe“ bisher noch nicht landesweit erlaubt ist, so ist sie es doch schon in einigen Gegenden wie beispielsweise im Tokyoter Stadtteil Shibuya.

    Japan ist allgemein in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend, was Zuneigung betrifft, sodass man auf der Straße auch nur selten heterosexuelle Paare sieht, die Händchen halten oder sich küssen. Demnach sind Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit in Ordnung, auch wenn man hier wohl allgemein ein gewisses Maß an Anstand bewahren sollte. Hierbei ist es ganz egal, wer wen küsst!

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    (Foto: Matija Krog / Shutterstock.com)

    Wo kann man ausgehen?

    Für Nachtschwärmer und Partymäuse bietet sich Shinjuku Ni-Chome oder kurz „Nicho“ an. Die Gegend ist bekannt für ihre zahlreichen Gay-Clubs und gilt allgemein als Hochburg für die LGBTQ Szene. Hier kann man nach Herzenslust die ganze Nacht durchfeiern. Wer alleine unterwegs ist und sich unsicher fühlt, kann in Tokyo lokale Gay-Guides buchen, welche einen auf der Tour begleiten und die angesagtesten Bars und Clubs zeigen.

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    (Foto: Arthur Matsuo / Shutterstock.com)

    Wer weniger ein Freund von Bars und Karaoke ist, kann stattdessen die Tanzfläche in Tokyos beliebtesten LGBTQ Clubs rocken. Auch diese befinden sich meist in Nicho und sind daher sehr leicht zu finden.

    Wo kann man übernachten?

    Grundsätzlich kann man natürlich überall übernachten und homosexuelle Paare müssen auch absolut keine Angst haben, sich ein Doppelbett in einem Hotel zu buchen. Das ist weder verboten, noch sorgt es in der Regel für erstaunte Blicke. Wer gerne in der Nähe von Nicho übernachten möchte, findet auch hier viele Übernachtungsmöglichkeiten.

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    (Foto: Fernando Monet / Shutterstock.com)

    Wer etwas außerhalb von Shinjuku sucht und zudem gerne etwas „Netteres“ hätte, der kann über misterb&b suchen. Diese helfen dir dabei, eine LGBTQ-freundliche Unterkunft ganz nach deinen Wünschen zu finden. Von Apartments über Einzelzimmer bis zu Resorts gibt es hier alles, was das Herz begehrt.

    Wann reisen?

    Japan und gerade Tokyo sind wirklich zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, aber wer Lust hat, Pride und die LGBTQ Community zu feiern, der sollte die folgenden Feste im Blick haben:

    LGBTQ
    (Foto: Morumotto / Shutterstock.com)

    April: Die Tokyo Rainbow Pride findet jedes Jahr im April statt und verwandelt den Yoyogi Park bei Harajuku in ein buntes Spektakel. Neben Aufführungen, Diskussionsrunden und Partys findet man Stände mit Infomaterial und vielem mehr.

    Juli: Rainbow Reel Tokyo ist das offizielle LGBTQ Filmfest in Japan. Als eines der ersten dieser Art in Asien findet es seit 1992 statt und zeigt Filme mit LGBTQ Bezug.

    Dezember: VITA Tokyo ist die LGBTQ Silvester Party in Tokyo. Sie findet jedes Jahr im VITA statt, einem angesagten Club mit internationalen DJs und Tänzern. Wer das Jahresende gebührend feiern möchte, ist hier an der richtigen Adresse!

    Welcher Onsen?

    Für transsexuelle und intersexuelle Menschen, oder X-Gender, wie sie sich in Japan nennen, kann es in Onsen oftmals schwer sein, wenn sie die nach Geschlechtern getrennten Badehäuser betreten wollen. Glücklicherweise gibt es für alle, die hierbei Bedenken haben, Möglichkeiten, auch wenn diese leider (noch) etwa begrenzt sind.

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    (Foto: KWAL / Shutterstock.com)

    Die einfachste Lösung ist auf jeden Fall ein privater Onsen. So kann man in Ruhe alleine oder mit Freunden entspannen. Viele Ryokan Unterkünfte bieten private Onsen Bäder an, bei denen man ungestört entspannen kann. Die Preise sind meist moderat und reichen von etwa 1.000 bis 3.000 Yen für eine Stunde Badezeit.

    Man kann sich auch gleich ein Zimmer nehmen, welches einen privaten Onsen inklusive hat. Dann ist man an keine Zeit gebunden und kann das heiße Bad nutzen, wann immer man möchte.

    Eine weitere Option ist in gemischter Onsen, bei dem es keine Trennung nach Geschlechtern gibt. In der Regel erhält man hier eine Art Handtuch, welches man sich umbinden und damit ins Wasser gehen darf. Die Regeln sind einfach: Starren und fremde Personen ansprechen ist verboten. So kann jeder dort seine Onsen Zeit genießen. Diese Art von Onsen kommt nicht so häufig vor, doch wenn man sucht, wird man hier fündig.

    Auch wenn Japan in vielerlei Hinsicht noch einen weiten Weg vor sich hat, so sind die Weichen für die richtige Richtung bereits gelegt. Gerade als Tourist hat man hier ohnehin große Vorteile, in der Regel wird einem gerade in den Städten gänzliche „Narrenfreiheit“ eingeräumt. Angehörige der LGBTQ Community können in Japan auf jeden Fall sicher reisen und einen wundervollen Urlaub verbringen!

    Weitere wichtige Informationen, was du noch vor deiner Reise nach Japan wissen musst, findest du hier.

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