HomeJapan erlebenNaturDer Berg Tsukuba

    Der Berg Tsukuba in der Präfektur Ibaraki gehört zu den 100 besten Bergen Japans und ist bei Wanderern und Naturliebhabern gleichermaßen beliebt.

    Der Berg Tsukuba

    Der 877 Meter hohe Berg Tsukuba in der Präfektur Ibaraki ist bekannt für seine zwei Gipfel: Nyotai-san (877m) und Nantai-san (871m). Er kann ganzjährig besucht werden und bietet eine fantastische Aussicht auf die umliegende Landschaft und die Kanto Ebene.

    Da der Berg im Morgen- und Abendlicht häufig lila schimmert, wird er von Einheimischen auch „Shiho“(lila Gipfel) genannt. Mit seiner Höhe von unter 1.000 Metern ist er sehr gut zugänglich und bietet trotzdem eine fantastische Aussicht. Außerdem weist er viele verschiedene geologische Landschaften auf und wird als kulturelles Erbe angesehen. Aus diesem Grund wurde ihm und dem umliegenden Gebiet Ende 2016 der Geopark-Status verliehen.

    Aussicht vom Berg Tsukuba auf die Kanto Ebene
    Aussicht vom Berg Tsukuba auf die Kanto Ebene (Foto: Laura Scibetta)

    Der Berg Tsukuba –  Besonderheiten:

    Tsukuba gilt als spiritueller Ort, der besondere Kräfte haben soll. Die zwei Gipfel Nantai, der männlicher Gipfel, und Nyotai, der weiblicher Gipfel, haben eine besondere Bedeutung: durch sie wird dem Berg nachgesagt, er schenke den Segen der ehelichen Harmonie und des Matchmakings. Auch der Tsukuba-jinja, ein Schrein mit 3.000 Jahren Geschichte, ist für eheliche Harmonie bekannt.

    Auf dem Berg finden sich zudem beeindruckende Felsformationen und „Power Spots“, die Glück bringen sollen. In der Nähe des Gipfels befindet sich beispielsweise der Gama-Ishi. Diese Felsformation hat die Form des Kopfs einer Kröte mit offenem Mund. Wirft man einen Stein hinein und dieser bleibt dort liegen, so soll man angeblich Glück mit Geld haben.

    Felsformation Gama-Ishi
    Felsformation Gama-Ishi (Foto: Laura Scibetta)

    Wandern auf dem Berg Tsukuba

    Es führen vier verschiedene Wanderrouten zu den Gipfeln des Berges, sowie ein Pfad, der die beiden Gipfeln miteinander verbindet. Zudem gibt es ein kleines Plateau, wo sich neben einer Aussichtsplattform auch kleine Stände befinden, an denen man sich mit lokalen Köstlichkeiten verwöhnen lassen kann. Für Entdecker gibt es außerdem einen Natur-Erkundungspfad nahe des Nantai-Gipfels. Die Wanderwege unterscheiden sich in Länge, Schwierigkeitsgrad und Startpunkt.

    Entlang der Wanderwege gibt es neben den spirituellen Orten wunderschöne Natur zu entdecken. Im Frühling blühen dort Kirschbäume, im Sommer ist der Berg und die Landschaft bedeckt von saftigem Grün und im Herbst bestechen die rot-goldenen Blattverfärbungen. Im Winter werden die verschiedenen bunten Blumen unter einer Schneedecke versteckt, bevor Sie im Frühjahr wieder entlang der Pfade wachsen. Die Wege sind gut gepflegt, jedoch befinden sich auf einigen Teilstücken auch größere Steine oder Wurzeln. Aus diesem Grund empfiehlt sich festes Schuhwerk für eine Wanderung.

    Der Berggipfel kann auch mit einer Seilbahn erreicht werden. Mit dem Mt. Tsukuba Cable Car oder dem Mt. Tsukuba Ropeway ist man in weniger als 10 Minuten oben. Preise und weitere Informationen auf Englisch findet man auf der offiziellen Webseite.

    Wanderpfad auf dem Berg Tsukuba
    Wanderpfad auf dem Berg Tsukuba (Foto: Laura Scibetta)

    Anreise

    Der Berg Tsukuba ist von Tokyo aus in unter 2 Stunden zu erreichen. Von der Station Akihabara fährt der Tsukuba Express in nur 45 Minuten bis zum Bahnhof Tsukuba. Dort wechselt man in einen lokalen Bus, der einen nach einer ca. 40-minütigen Fahrt durch wunderschöne kleine Dörfer zum Fuße des Berges bringt.

    Von hier kann man entweder einen Wanderpfad oder die Seilbahn zum Gipfel nehmen. Die Anfahrt kostet insgesamt ¥1.950 (ca. 15 Euro). Wer mehr über Verkehrsmittel in Japan nachlesen möchte, findet hier Informationen zu Bus und Bahn.

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