Der Berg Aso

    Der Berg Aso ist mit 1.592 Meter der höchste, aktive Vulkan Japans. Er befindet sich im Aso Kuju Nationalpark in der Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu. Die Caldera, eine kesselartige Mulde, die bei einem inneren Zusammenbruch eines Vulkans entsteht, zählt zu den größten der Welt.

    Der Vulkan besteht aus den fünf Gipfeln Naka, Eboshi, Kishima, Neko und Taka, den sogenannten „Aso Gogaku“, die sich im Zentrum der Caldera befinden. Der höchste Punkt der Aso Gogaku ist der Gipfel Taka. Der Naka-Gipfel ist bis heute aktiv, der letzte Ausbruch war im Jahr 2016.

    Entstehung des Gebiets um den Berg Aso

    vulkanische Landschaft des Berg Aso
    Die vulkanische Landschaft des Berges Aso (Foto: Laura Scibetta)

    Das heutige Gebiet entstand durch verschiedene vulkanische Eruptionen, die vor schätzungsweise 90.000 bis 300.000 Jahren stattfanden. Vulkane besitzen unterirdischen Kammern, in denen sich Lava und andere vulkanische Substanzen befinden. Entweichen diese, so kann es zu einem Einsturz der Kammern kommen.

    Die an der Oberfläche zurückbleibenden Mulden nennt man Caldera. Die Caldera von Berg Aso ist von Osten nach Westen ungefähr 18 Kilometer lang, von Norden nach Süden sind es gute 25 Kilometer. Bei verschiedenen Ausbrüchen des Vulkans kam es zur Bildung der Gipfel, von denen heute nur noch Naka, oder auch Nakadake, einen Krater aufweist.

    Im gesamten Gebiet um den Berg Aso sind viele verschiedene Landschaftsformen zu finden. Im Zentrum um den Nakadake Krater befindet sich viel vulkanisches Gestein und Asche. Hier gibt es nur wenige Pflanzen und kaum Tiere. Je weiter man sich von hier entfernt, desto abwechslungsreicher wird die Landschaft. Das landschaftliche Bild wird hier um Waldflächen, grünen Wiesen und in den Ebenen auch um kleine Dörfer mit Reisfeldern ergänzt.

    Landschaftliche Besonderheiten

    Der Nakadake Krater
    Blick auf den dampfenden Nakadake Krater des Aso (Foto: Laura Scibetta)

    Nakadake liegt im Zentrum der Aso Caldera und ist dank seines Kraters ein spektakuläres Naturschauspiel. Der Krater hat einen Durchmesser von 600 Metern und eine Tiefe von 130 Metern. Er stößt regelmäßig Dampf aus. Der Krater kann zu Fuß, mit einem Shuttlebus oder über eine kostenpflichtige Mautstraße mit dem Auto aus erreicht werden. Der Zugang zum Krater kann aufgrund der Dämpfe und auch der Wetterbedingungen eingeschränkt sein. Die Dämpfe enthalten teilweise giftige Gase, die gesundheitsschädlich sind. Aus diesem Grund sollte man sich vorher auf der offiziellen Webseite informieren.

    Eine weitere landschaftliche Besonderheit ist Sunasenri-ga-hama. Es wird vermutet, dass die kraterähnliche Form durch den Einschlag von Vulkangestein entstanden ist. Das Kraterbecken in der Nähe von Nakadake ist durch eine raue Felsoberfläche und schwarzen Sand gezeichnet. Das Gebiet ist von Vulkanasche überzogen und es gibt nur wenig Vegetation. Hier scheint es fast so, als würde man sich auf einem fernen Planeten befinden.

    der Hügel Komezuka
    Der Hügel Komezuka bedeckt von saftigem Grün (Foto: Kohji Asakawa / Unsplash)

    Ein ganz anderes, aber nicht weniger faszinierendes Bild bietet Komezuka. Dieser ca. 50 Meter hohe Vulkankegel entstand ebenfalls vermutlich durch Vulkangestein, dass bei einem Ausbruch auf die sonst ebene Fläche geschleudert wurde. Der Hügel und die Umgebung sind mit einer Grasdecke bewachsen und bieten Besucher*innen einen tollen Anblick.

    Kusasenri-ga-hama ist ein weiteres landschaftliches Merkmal. Die weite Grasebene erstreckt sich am Fuße des Berges und verfügt über einen großen See. Hier findet man Kühe und Pferde, die auf den saftigen Wiesen grasen.

    Aktivitäten auf dem Berg Aso

    Start eines Wanderweges auf Berg Aso
    Start eines Wanderweges auf Berg Aso (Foto: Laura Scibetta)

    Eine Straße führt zu einem zentralen Parkplatz, der sich in der Nähe des Nakadake Krater befindet. Von hier aus starten verschiedene Wanderwege zu den Gipfeln. Des Weiteren kann man von hier zu Fuß zum Nakadake Krater laufen. Nahe dem Parkplatz gibt es Schilder, die die Wege anzeigen.

    Befindet man sich jedoch auf einem Pfad, so findet man nur noch selten welche. Die Beschriftung erfolgt hier über in verschiedenen Farben markierten Steinen und Felsen entlang des Weges. Die Wanderwege unterscheiden sich in Lange, Steigung und Schwierigkeitsgrad. Zudem sind die Zugangsbeschränkung der lokalen Behörden zu beachten, die auf der offiziellen Webseite nachgelesen werden können.

    In der Kusasenri-ga-hama Ebene ist es möglich, auf Pferden zu reiten. Der Aso Kusasenri Horseback Riding Club bietet drei verschiedene Kurse an. Diese sind unterschiedlich lang und beginnen bei ¥1.500 (ca. 12,00 Euro). Die Kurse sind von März bis Ende November verfügbar.

    Nahe der Kusasenri Ebene befindet sich auch das Aso Vulkanmuseum. Es dient dem Zweck, Besucher*innen über den Vulkan Aso und seine Entstehung zu informieren. Im Museum werden außerdem Live-Bilder von zwei sich am Krater befindlichen Kameras gezeigt. Somit ist es auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Krater gehen sollten, möglich, den Vulkan zu erleben. Das Museum ist von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet und kostet ¥840 (ca. 6,80 Euro).

    Weitere Informationen

    Vom Bahnhof JR Aso fährt ein lokaler Bus zur Asosan Nishi Station, die sich bei dem großen Parkplatz befindet. Eine Fahrt kostet ¥650 (ca. 5,25 Euro). Derselbe Bus fährt auch am Aso Vulkanmuseum und Kusasenri-ga-hama vorbei. Vom Parkplatz aus können Besucher*innen einen Shuttlebus für ¥500 (ca. 4,00 Euro) zum Krater nehmen.

    Alternativ kann die Strecke in ca. 30 Minuten zu Fuß zurückgelegt werden. Wer mit dem Auto anreist, kann problemlos bis zum Parkplatz fahren. Für die Strecke, die auch die Shuttlebusse fahren, zahlt man allerdings ¥800 (ca. 6,50 Euro), da es sich bei diesem Stück um eine Mautstraße handelt.

    Da der Berg Aso ein aktiver Vulkan ist, wird zur Vorsicht aufgerufen. Besucher*innen, die zum Wandern herkommen, sollten unbedingt auf den markierten Wegen bleiben. Auf der offiziellen Webseite werden Menschen mit Asthma, Bronchitis oder Herzproblemen dazu aufgefordert, den Kraterbereich zu meiden.

    Wer sich nach einem Ausflug zum Berg Aso eine Auszeit gönnen möchte, der sollte den Ort Kurokawa Onsen besuchen und in einer der heißen Quellen entspannen.

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