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    Eine Geschichte von Licht und Schatten

    Der Bambuswald von Arashiyama

    Wenn man Arashiyama hört, denkt man sofort an die über 500 Meter langen wunderschönen Bambuswaldwege, die in Kyoto zwischen dem Tenryuji Tempel und dem Nonomiya Schrein verlaufen.

    Arashiyama ist jedoch auch berühmt für die Fahrt mit dem romantischen Sagano Zug, sei es im Frühling wegen der Kirschblüten oder im Herbst wegen der leuchtenden Farben der Ahornblätter. Insbesondere Anfang April und Ende November ist die Gegend gut besucht, doch auch im Dezember lohnt sich ein Ausflug. Während der Hanatoro Illumination säumen zahlreiche Laternen die Straßen und Bambushaine.

    Ein ganz besonderer Bambuswald

    Bambus hat bei den Japanern eine lange Geschichte. In Mythen und Legenden taucht dieser immer wieder auf und man verbindet metaphorisch die Stärke eines Mannes mit dieser Pflanze. Viele Feste beinhalten auch die Verwendung von Bambus in verschiedenen Formen. Zudem werden in örtlichen Werkstätten diverse Produkte hergestellt: Körbe, Tassen oder Schachteln, doch auch an Gebäuden und als Zaun sieht man den Bambus immer wieder.

    Es kommt jedoch nicht oft vor, dass wir die Möglichkeit haben, Bambuswälder zu sehen, die dermaßen groß werden und den kompletten Weg säumen, so wie hier. Die schönste Stelle befindet sich nicht am Anfang des Weges, sondern weiter entfernt hinter dem Eingang des Tenryuji Tempels, wo die Bambushaine weiter auseinander gewachsen sind, sodass sie besonders dick und schön werden.

    Bambuswald Arashiyama
    Eine ganz besondere Stimmung (Foto: Gio Almonte, Unsplash)

    Arashiyama entdecken

    Du kannst dir ein Fahrrad ausleihen oder den Weg zu Fuß zurücklegen, um den schönen Anblick des Sonnenlichts zu genießen, das durch den Bambushain scheint und weiche Schatten auf den Weg wirft. Insbesondere, wenn der Wind durch den Bambus weht, kann man sich bei dem Rascheln wunderbar entspannen.

    Wenn du möchtest, kannst du auch eine Rikscha-Fahrt durch den Bambuswaldweg machen und um Arashiyama herum fahren. Der Preis beträgt etwa 5.000 – 7.000 Yen, je nachdem, wohin du fahren möchtest. Weitere detaillierte und aktuelle Informationen findest du in englischer Sprache auf der offiziellen Webseite von Arashiyama.

    Auch die Togetsukyo Brücke ist bekannt. Diese taucht in vielen touristischen Werbefotos wieder auf. Sie wurde ursprünglich in der Heian-Zeit (794-1185) erbaut und in den 1930er Jahren rekonstruiert. In ihrer Nähe befindet sich ein Park mit Dutzenden von Kirschbäumen, welche im Frühjahr wunderschön blühen.

    Der Tenryuji Tempel, welcher zu den fünf großen Zen-Tempeln Kyotos zählt, ist auf jeden Fall ebenso einen Besuch wert. Er wurde 1339 gegründet und ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, wovon es gerade in Kyoto einige gibt. Es gibt noch weitere Tempel zu entdecken, doch wer mehr die Natur genießen möchte, der hat ebenso viele Möglichkeiten.

    Der Sagano Zug führt von Arashiyama nach Kameoka und bietet einen tollen Blick auf den schönen Hozu Fluss. Da der Zug recht langsam fährt, kann man ganz in Ruhe die Umgebung genießen. Außerdem kann man auch eine Bootstour machen in der Nähe des Kameoka Bahnhofs. Diese dauert ungefähr 2 Stunden und bringt die Fahrgäste wieder zurück zur Togetsukyo Brücke. Im Winter sind die Sitzplätze sogar beheizt!

    Anfahrt

    Um nach Arashiyama zu gelangen, setze dich in den JR-Zug bis zum Bahnhof Saga-Arashiyama oder nehme den Hankyu-Zug bis zum Bahnhof Arashiyama Hankyu. Es gibt Schilder, die den Weg zum Bambuswald anzeigen. Falls du diese nicht siehst, kannst du dich an den Schildern zum Tenryuji Tempel und zum Nonomiya Schrein orientieren.

    Für Sparfüchse ist der Spaziergang durch den Bambuswald ideal, denn er kostet nichts! Was du aber unbedingt mitbringen solltest, ist deine Kamera, damit du viele Fotos machen kannst von der wunderschönen Umgebung.

    Bambuswald Arashiyama
    Wenn du Zeit hast, erkunde ruhig die Umgebung! (Foto: topcools tee, Unsplash)

    Einen kleinen Geheimtipp können wir dir noch für Kyushu geben, falls du in dieser Gegend unterwegs bist und dir Kyoto generell gefallen hat: Obi, das „Kyoto von Kyushu“.

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