HomeJapan erlebenNatur8 Arten von Kirschblüten in Japan

    Vielfältige Blütenpracht im Frühling

    8 Arten von Kirschblüten in Japan

    Japanische Kirschblüten sind weltweit bekannt und es ist daher nicht verwunderlich, dass es dabei eine Vielzahl von verschiedenen Arten gibt.

    Japans Kirschblüten Saison ist weltweit bekannt und die sakura sind untrennbar mit dem Land der aufgehenden Sonne verbunden. Bei einer solchen Hingebung für die fragile Pracht ist es nicht verwunderlich, dass es sich hierbei nicht um eine einzige Sorte handelt, sondern man in Japan viele verschiedene Arten von Kirschbäumen und damit auch von Kirschblüten gibt.

    Arten von japanischen Kirschblüten

    Im Folgenden findet sich eine Auswahl der bekanntesten Arten von Kirschblüten, sodass man für das nächste hanami perfekt vorbereitet ist und nicht nur weiß, unter was für Bäumen man gerade Picknick macht, sondern vielleicht sogar Freunde mit botanischem Wissen beeindrucken kann.

    1. Somei Yoshino

    Kirschblüten im Burggraben in Hirosaki.
    Kirschblüten im Burggraben in Hirosaki. Foto: Andrew Checkley / JT

    Eine der weit verbreitetsten und am leichtesten zu erkennende Variante mit zart weiß bis rosa Blüten. Einige der ältesten Bäume dieser Art findet man in der Stadt und der gleichnamigen Burg Hirosaki in Aomori, welche auch deswegen so bekannt für ihr jährliches Kirschblütenfest ist. Aber auch in Tokyo, vor allem am Kanal im Stadtteil Nakameguro wird man fündig. Hier reihen sich an den Ufern des Meguro Flusses zu beiden Seiten mehr als 800 Kirschbäume dieser Art aneinander.

    2. Yamazakura

    Die Berg-Kirsche findet man überall in Japan.
    Die Berg-Kirsche findet man überall in Japan. autan (CC BY-NC-ND 2.0)

    Die Yamazakura (wörtlich etwa die Berg-Kirsche) ist eine wilde Variante, welche überall in Japan zu finden ist. Sie ist für ihren leicht rosa Farbton bekannt und man erkennt sie auch an den fünf kleinen Blütenblättern. Diese Art wird angeblich besonders alt und ist zwar sehr häufig gerade in der Natur zu finden, wird aber weniger als ihre kultivierten Artgenossen in Parks angepflanzt.

    3. Shidazakura

    Die Shidazakura ist besonders beliebt.
    Die Shidazakura ist besonders beliebt. Foto: Liza Lagman Sperl (CC BY-NC-ND 2.0)

    Die sogenannte Trauerkirsche hat eine ganz besondere Optik und wird typischerweise hunderte von Jahren alt. Die herabhängenden Äste mit tausenden von Blüten sind besonders beliebt und bieten ein einmaliges Fotomotiv. Oft muss diese Art sogar mit Stangen gestützt werden, um die Last der Blüten tragen zu können. Üblicherweise blüht diese Variante Ende März und zieht dann Unmengen an Besucher*innen an.

    4. Kawazuzakura

    Die Kawazuzakura besticht mit auffällig pinken Kirschblüten.
    Die Kawazuzakura besticht mit auffällig pinken Kirschblüten. Foto: Leslie Taylor/ JT

    Die Kawazu Kirschen sind eine besondere Art und nach der Stadt Kawazu in der Präfektur Shizuoka benannt. Im Gegensatz zu anderen Arten blühend sie wesentlich früher und auch länger als andere Kirschen. Man erkennt sie leicht an ihren kräftig pink gefärbten Blüten und kann sie bereits im Februar bewundern. Beim Kawazu Sakura Festival in ihrer Heimat auf der Izu Halbinsel kann man durch eine Allee dieser besonderen Art spazieren.

    5. Yaezakura

    Die Yaezakura besticht mit mehreren Blütenreihen.
    Die Yaezakura besticht mit mehreren Blütenreihen. Foto: Bonsom Lan/ JT

    Große Blüten mit mehreren Reihen an dicht gedrängten Blütenblättern zeichnen diese Variante aus. Ihre wunderschöne Optik kann man meist ab Mitte April bestaunen, damit ist sie eine der am spätesten blühenden Varianten. Die durch die vielen Reihen an Blütenblättern besonders voll wirkende Sakura wirkt optisch fast ein wenig wie eine Pfingstrose und blüht in zarten Rosatönen. Man findet diese Variante in Tokyo beispielsweise im Ueno Park oder im Showa Kinen Park sehr häufig.

    6. Edo-Higanzakura

    Die kleinen Blüten der Edo-Higanzakura.
    Die kleinen Blüten der Edo-Higanzakura. Foto: Tomoko Kamishima/ JT

    Die zurückhaltende Schönheit dieser Art mit ihren blassen, kleinen Blüten ist sehr beliebt. Die Bäume beginnen in der Regel Ende März zu blühen und werden bis zu 2.000 Jahre alt. Ein besonders beliebter Ort, um diese Variante zu bewundern, ist der Toyokawa Inari Schrein in Tokyo.

    7. Shibazakura

    Shibazakura Felder im Frühling.
    Shibazakura Felder im Frühling. Foto: Sayaka Saku/ JT

    Botanisch gesehen ist diese Variante zwar keine Kirsche, allerdings blühen die Blumen fast zur gleichen Zeit (in der Regel April bis Mai) und erinnern mit ihren pinken Blüten sehr stark an Sakura. Im Misato Shibazakura Park der Präfektur Gunma hat man dieser Art nicht nur einen Namen gewidmet, sondern kann die Blumen dort auch jedes Jahr im Frühling bestaunen. Auch der Hitsujiyama Park in Saitama beeindruckt jedes Jahr im Frühling mit einer riesigen Fläche voller Shibazakura.

    8. Kanhizakura

    Fragile Blütenpracht auf Okinawa.
    Fragile Blütenpracht auf Okinawa. Foto: Wendy Cutler (CC BY-SA 2.0)

    Diese Variante mit ihrer auffälligen Färbung findet man vor allem in den subtropischen Bereichen Japans – wie beispielsweise auf Okinawa. Dort beginnt sie bereits im Januar zu blühen und ist damit eine der ersten Sakura, die man jedes Jahr bewundern kann.

    Wer nicht bis zur Kirschblüte in Japan abwarten möchte oder kann, findet etwas früher meistens die japanischen Pflaumen in voller Blüte, die den Sakura optisch sehr ähnlich sind und die Parks und Gärten in Japan dann ebenfalls in ein Blütenmeer verwandeln.

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