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    Natur und Wanderwege bei den Kawazu Nanadaru

    7 Wasserfälle von Kawazu

    Die Kawazu Nanadaru sind sieben Wasserfälle in der Bergregion nahe der gleichnamigen Stadt Kawazu auf der Halbinsel Izu, die mit Wanderwegen verbunden sind.

    Die Izu Halbinsel ist eine der beliebtesten Destinationen in der Präfektur Shizuoka und besticht vor allem durch die vielfältige Natur. So findet man hier Badestrände, wunderschöne Küstenlinien und viele verschiedene Möglichkeiten für Wanderer. Eine besonders beliebte Attraktion für in- und ausländische Besucher*innen sind dabei die „Nanadaru“ (河津七瀑) genannten sieben Wasserfälle von Kawazu.

    Kawazu Nanadaru – die 7 Wasserfälle

    Die sieben Wasserfälle heißen Kamadaru, Ebidaru, Deaidaru, Hebidaru, Shokeidaru, Kanidaru und Odaru und sind durch einen etwa 2 Kilometer langen Wanderweg durch die dortigen Wälder miteinander verbunden. Das Wasser fällt aus bis zu 30 Metern in die Tiefe. Zwar gibt es viele Wasserfälle in Japan, die weitaus höher sind, aber den Nanadaru kann man mitunter sehr nahe kommen und an einem der Fälle kann man sogar in heißen Onsen Quellen direkt daneben baden. Wer sich für „Stamp Ralleys“ interessiert, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten, denn an jedem der Fälle kann man einen individuellen Stempel finden und diesen entweder im Reisetagebuch oder in einem speziellen Stempelpass verewigen.

    Die Saruta Tiefe befindet sich nahe den sieben Wasserfällen.
    Die Saruta Tiefe befindet sich nahe den sieben Wasserfällen. Foto: Sandro Bernardinello

    Die Wanderroute startet in der Regel von der Bushaltestelle Mizudare (水垂) und führt von dort abwärts und in den Wald. Nach einem kurzen Spaziergang kann man das Rauschen des Wassers bereits hören, dennoch lohnt es sich, einen kurzen Abstecher bergauf zu machen, um dort die sogenannte Saruta Tiefe zu betrachten. Zwar gehört sie nicht zu den sieben Wasserfällen, aber das umliegende Grün und das Wasser sorgen für ein schönes Fotomotiv.

    Zurück auf dem eigentlichen Wanderpfad kommt man anschließend zum ersten Wasserfall, dem Kamadaru, bei dem das Wasser aus 22 Metern Höhe auf dunkle und von Moos überzogene Felsen fällt und damit bereits für eine besondere Atmosphäre sorgt. Von hier geht es über Holztreppen und kleine Hängebrücken weiter den Fluss entlang, bis man den Hebidaru sehen kann. Auch hier zeigen die dunklen Felsen deutlich den vulkanischen Ursprung. Folgt man weiter dem Pfad, so gelangt man schließlich zum Shokeidaru Wasserfall, wo man zudem eine Bronzestatue findet, die von dem Buch „Die Tänzerin von Izu“ inspiriert ist. Dieses wurde von Nobelpreisträger Kawabata Yasunari geschrieben und der Handlungsort ist ebendiese Gegend.

    Der Wanderpfad führt teilweise über Holztreppen und Hängebrücken.
    Der Wanderpfad führt teilweise über Holztreppen und Hängebrücken. Foto: Sandro Bernardinello

    Die nächsten beiden Wasserfälle, der Kanidaru und der Deaidaru, sind etwas kleiner, aber gerade der erste bietet einen tollen Kontrast zwischen dem tiefblauen Wasser und dem weißen Schaum. Der letzte und gleichzeitig höchste Wasserfall kann nicht direkt besucht werden, sondern befindet sich beim Amagiso Onsen Hotel. Auch Tagesgäste können hierherkommen und in den heißen Quellen baden, die sich direkt darunter befinden und somit einen ganz besonderen Ausblick bieten.

    Wer die sieben Wasserfälle besuchen möchte, muss sich dafür ein wenig tiefer ins Innere der Halbinsel Izu wagen. Die Stadt Kawazu selbst ist durch die Izukyu Bahnlinie gut angebunden, sodass sich ein Besuch auch beispielsweise als Kurztrip von Tokyo aus lohnt. Von der Stadt aus fahren regelmäßig Busse zu den Wasserfällen und wieder zurück. In der Regel fahren pro Stunde ein bis zwei Busse.

    Die sieben Wasserfälle bieten idyllische Fotomotive.
    Die sieben Wasserfälle bieten idyllische Fotomotive. Foto: Sandro Bernardinello

    Weitere Highlights in der Gegend

    Kawazu bietet neben den sieben Wasserfällen noch weitere Highlights. Im Frühling blüht hier nämlich die gleichnamige Kawazuzakura, eine Art von Kirschblüte, die besonders früh blüht. Zu dieser Zeit findet auch ein Kirschblütenfest statt und es kommen unzählige Besucher*innen, um die Allee von blühenden Bäumen zu besuchen.

    Im Sommer dagegen finden sich viele Badegäste und Surfer*innen am dortigen Strand ein und im Herbst bestechen die bunt gefärbten Laubbäume. Außerdem bietet die Gegend viele Ryokan mit heißen Onsen Quellen, in denen man entweder übernachten oder als Tagesgast nach einer Wanderung entspannen kann. Wer mehr über die Präfektur erfahren möchte, findet hier die Top Attraktionen in Shizuoka.

    Kirschblütenpracht in Kawazu im Frühling.
    Kirschblütenpracht in Kawazu im Frühling. Foto: Leslie Taylor

     

     

     

     

     

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