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    Küstenlandschaft in Isumi

    Isumi bietet in der Präfektur Chiba wunderschöne Küstenlandschaften, die schon die Künstler Ihachi und Hokusai inspiriert haben.

    Nur unweit vom Großraum Tokyo entfernt befindet sich mit Isumi eine charmante Küstenstadt, die nicht nur leicht zu erreichen ist, sondern auch noch eine charmante Umgebung bietet und sich daher auch für Tagesausflüge lohnt. Die Gegend inspirierte mit ihrer wunderschönen Natur bereits in der Vergangenheit große japanische Künstler.

    Die berühmteste Welle Japans

    Selbst wenn man Japan noch nie besucht hat und nur wenig über die Kultur und Geschichte des Landes weiß, ist jeder wahrscheinlich schon einmal der „Großen Welle vor Kanagawa“ von Hokusai begegnet. Dieser Holzschnitt gilt als das berühmteste Kunstwerk Japans und hat seinen Weg in die moderne Populärkultur auf der ganzen Welt gefunden. Es gibt Plattencover, T-Shirts und sogar Emojis.

    Obwohl viele Menschen mit „Die große Welle vor Kanagawa“ vertraut sind, wissen nur wenige, dass das Werk wahrscheinlich von einem weniger bekannten Künstler namens Nami no Ihachi (kurz Ihachi) inspiriert wurde.

    Die große Welle von Hokusai
    Die große Welle von Hokusai (Künstler: Katsushika Hokusai, Wikimedia)

    Ihachi war ein Zeitgenosse von Hokusai, obwohl er etwa 20 Jahre älter war als Hokusai und daher seine Karriere früher begann. Ihachi gilt auch als der Vater des Ukiyo-e-Stils, den Hokusai verwendete. Ihachi konzentrierte sich in seinen Werken vor allem auf die Wellen der wunderschönen Sotobo-Küste, an der er lebte.

    Ihachis große Welle
    Ihachis große Welle (Foto: Leslie Taylor, JT)

    Da bekannt ist, dass Hokusai die Gegend besuchte (und möglicherweise sogar Ihachi begegnete), und aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen den Kunstwerken, scheint es wahrscheinlich, dass Ihachi die Inspiration für Hokusais berühmtestes Werk lieferte. Obwohl Hokusais Gemälde offiziell als „Die große Welle vor Kanagawa“ bekannt ist, ist es durchaus möglich, dass es ursprünglich von den Wellen vor der Küste der Präfektur Chiba inspiriert wurde.

    Die Soboto-Küste in Isumi

    Viele der Originalwerke von Ihachi sind heute noch im Izunadera-Tempel und im Gyoganji-Tempel in Isumi zu sehen. Die Betrachtung dieser Werke ist ein Erlebnis für sich. Die Details von Ihachis Werken sind unglaublich, und es ist beeindruckend, wie gut die Werke nach Hunderten von Jahren noch erhalten sind. Doch neben den sehenswerten Kunstwerken sollte man auch die wunderschöne Landschaft erkunden, die Ihachi und Hokusai entlang der Sotobo-Küste in Isumi inspirierte.

    Idyllisch
    Idyllisch (Foto: Leslie Taylor, JT)

    Die Küstenaussicht über den Pazifischen Ozean von Isumi aus gehört zu den besten, die man in Japan finden kann. Orte wie der Taitosaki-Leuchtturm oder das nahe gelegene Tsutsugaura (auch bekannt als Meotoiwa und Suzumejima) sind perfekte Orte, um die Wellen von oben oder vom Meer aus zu beobachten.

    Wenn man nach einem Besuch der Klippen oder des Strandes vielleicht Appetit auf Meeresfrüchte hat, findet man auch diese in Isumi. Es gibt eine Reihe von Restaurants, aber eines der besten in der Gegend ist das Aki Restaurant. Dieses befindet sich gleich um die Ecke von Isumis Top-Küstenhotspots und serviert einheimische Meeresfrüchte wie Krabben und frisches Sashimi sowie eines seiner beliebtesten Gerichte:

    Ise-ebi, eine bei den Einheimischen beliebte Hummerart. Das meist bestellte Gericht im Aki ist das Tempura-Hummer-Set, das eine große Reisschüssel mit Tempura-Gemüse und Hummer sowie eine Hummer-Miso-Suppe umfasst. Dies ist ein spezielles Gericht, das es in den meisten japanischen Restaurants nicht gibt.

    Entspanntes Reisen
    Entspanntes Reisen (Foto: Leslie Taylor, JT)

    Wunderschöne Landschaften

    Wenn man mit dem Mittagessen fertig sind, gibt es im Landesinneren noch viel zu entdecken. Die Landschaft der Isumi-Region ist mit ihren Hügeln, Bäumen und Reisfarmen genauso schön wie die Küste. Eine der besten Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden, ist eine Fahrt mit der Isumi-Linie. Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl in der Region verkehren diese Züge nur einmal pro Stunde. Auch wenn man nicht mitfahren möchte, kann man an vielen Stellen die vorbeifahrenden Züge vor der wunderschönen Kulisse von Isumi beobachten.

    Das Beste an dieser Region ist, dass sie nur eine kurze Fahrt vom Flughafen Narita entfernt liegt. Wenn man ein Auto mietet (was wahrscheinlich die ideale Art ist, die Gegend zu bereisen), kann man Isumi in etwas mehr als einer Stunde vom Flughafen aus erreichen. Selbst vom Zentrum Tokyos aus ist man in etwa zwei Stunden in Isumi.

    Wie im Traum
    Wie im Traum (Foto: Leslie Taylor, JT)

    Die meisten Reisenden in der Kanto Region verbringen ihre gesamte Zeit mit der Erkundung Tokyos, und das ist auch verständlich, denn es gibt eine Menge zu sehen, doch sollte man trotzdem nicht die Schönheit und Geschichte der Isumi Region vergessen. Es gibt einen Grund, warum die Isumi Landschaft große Künstler wie Ihachi und Hokusai inspiriert hat.

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