HomeJapan erlebenKulturDie Hachiko Statue in Shibuya

    Japans beliebtester Treffpunkt im Herzen Tokyos

    Die Hachiko Statue in Shibuya

    Die Hachiko Statue in Shibuya ist eines von Japans inoffiziellen Wahrzeichen und erinnert an den treuen Akita Hund, der jeden Tag am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen wartete, sogar noch nach dessen Tod. Heute ist sie einer der beliebtesten Treffpunkte in Tokyo.

    Die Geschichte von Hachiko

    Eizaburo Ueno, Professor der Universität Tokyo, nahm Hachiko in den 1920ern in der Präfektur Akita bei sich auf und die beiden wurden schnell unzertrennlich. Jeden Tag, wenn der Professor sich auf den Weg zu seiner Arbeit an Tokyos kaiserlichen Universität machte, begleitete der Hund sein Herrchen zum Bahnhof Shibuya und kehrte am Nachmittag gegen 15:00 Uhr zurück, um Professor Ueno wieder von dort abzuholen.

    Hachiko Shibuya
    Der treue Akita ist ein Wahrzeichen Shibuyas geworden (Foto: Ignatius Koh)

    Doch tragischerweise starb Professor Ueno im Jahre 1925, während er an der Universität war, und kehrte nie zurück, um sich ein letztes Mal von seinem Freund zu verabschieden. Und so lief der treue Akita weiterhin jeden Tag zum Bahnhof und wartete dort, bis er selbst fast 10 Jahre danach starb und sein Tod im ganzen Land für Schlagzeilen sorgte. Er wurde verbrannt und neben seinem geliebten Herrchen bestattet.

    Die Geschichte wurde zur Legende und eine kleine Statue wurde vor dem Bahnhof Shibuya errichtet, um dem treuen Vierbeiner zu gedenken. Die Statue ist ein beliebter Startpunkt für alle, die nach Shibuya kommen, und ein praktischer Treffpunkt für Freunde und manchmal auch für Reisegruppen. Vor der Statue bilden sich oft lange Schlangen von Touristen, die alle ein Foto mit Hachiko machen wollen; nur wenige Meter von der beliebten Shibuya Kreuzung entfernt.

    Hachiko Shibuya
    Menschenmassen warten darauf, ein Selfie mit Hachiko zu machen (Foto: Ignatius Koh)

    Weitere Statuen in Tokyo

    Nach seinem Tod wurde Hachiko verbrannt, sein Fell jedoch wurde aufbewahrt und später ausgestopft und im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Ueno Park in Tokyo ausgestellt. Eine zweite Statue wurde vor dem Tower Records Gebäude in Shibuya errichtet, um das 20-jährige Jubiläum dieses Standortes zu feiern.

    Auf der Wand gegenüber der Originalstatue hat der Künstler Ryutaro Kitahara ein „Hachiko Familien-Wandgemälde“ geschaffen und sich dort ein wenig tierische Gesellschaft für den treuen Hund erdacht. Und es gibt sogar eine Hollywoodverfilmung aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „Hachiko – eine wunderbare Freundschaft“, in dem Richard Gere die Hauptrolle spielt und die im Grunde ein englischsprachiges Remake des japanischen Films „Hachiko Monogatari“ (Die Geschichte von Hachiko) aus dem Jahr 1987 ist.

    Hachiko Shibuya
    In Shibuya kann man sich schnell verirren – da hilft Hachiko zur Orientierung! (Foto: Timo Volz, Unsplash)

    Und für alle, die gerne ein Happy End zu der Geschichte sehen möchten, wurde dem beliebten Vierbeiner im Jahr 2015 auf dem Gelände der Universität Tokyo eine weitere Statue gewidmet. Diese zeigt ein freudiges Wiedersehen zwischen dem treuen Hund und seinem geliebten Herrchen Professor Ueno.

    In Shibuya findest du auch das Pokémon Center, wo man viel entdecken kann!

    Originalbeitrag von Ignatius Koh

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