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    Traditionelle Geschenke zum Neujahr in Japan

    Daruma Puppen aus Gunma

    Daruma Puppen gehören zu den beliebtesten Geschenken zu Neujahr und haben in Japan eine lange Tradition, vor allem in Gunma, wo sie oft produziert werden.

    Wer in die Präfektur Gunma reist, wird dort überall die berühmten Daruma Puppen finden, die vor allem zu Neujahr gerne gekauft und vielfach verschenkt werden. Denn die traditionellen japanischen Glücksbringer sollen Wünsche erfüllen oder bei guten Vorsätzen helfen. In Gunma hat die Herstellung dieser Puppen eine besonders lange Tradition und bis heute sind die Daruma aus diesem Teil Japans besonders beliebt.

    Geschichte der Daruma Puppen in Gunma

    Die Geschichte des traditionellen Kulturhandwerks begann vor etwa 200 Jahren. Ein Bauer namens Tomogoro Yamagata stellte auf seiner Farm in Gunma während der Wintermonate selbst Daruma Puppen her, da er zur kalten Jahreszeit nur wenig auf den Feldern zu tun hatte. Die Idee fand auch bei anderen Bauern Zustimmung und so spezialisierten sich bald viele von ihnen im Winter darauf, die Puppen zu basteln und zu Neujahr zu verkaufen.

    Die Puppen sind ein beliebtes Souvenir aus Gunma.
    Die Puppen sind ein beliebtes Souvenir aus Gunma. Foto: Gloria Ticconi

    Die Technik der Herstellung von Daruma Figuren ist seitdem unverändert, ebenso wie ihre einzigartige Form: ein gedrungener Körper in einem roten Gewand, große, weit geöffnete Augen und geschlossenen Lippen. Die typischen dicken Augenbrauen und der Schnurrbart sind handbemalt. Zusätzlich sind die Formen eines Kranichs und einer Schildkröte – Tiere von denen angenommen wird, dass sie ein sehr langes Leben haben und Glück bringen – in Kanji Schriftzeichen mit Gold aufgemalt.

    Verschiedene Daruma Puppen

    Allerdings sind nicht alle Daruma Figuren identisch. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Details, die für unterschiedliche Zwecke stehen, beispielsweise für ein florierendes Geschäft, für die Gesundheit der Familienmitglieder, für lang anhaltenden Wohlstand, für eine leichte Geburt, um eine Prüfung zu bestehen, oder für den Wunsch, einfach glücklich zu werden.

    Wenn man eine neue Puppe kauft, vertraut man ihr den eigenen Wunsch an und malt anschließend eine schwarze Pupille auf das linke Auge. Wenn der Wunsch schließlich in Erfüllung gegangen ist, wird auch das andere Auge bemalt. Sobald die Figur ihre Rolle erfüllt hat, sollte sie in einem Ritual im Shorinzan Daruma-ji-Tempel in Takasaki oder in einem anderen örtlichen Schrein oder Tempel verbrannt werden.

    Daruma Puppen Workshop

    In der Nähe des Shorinzan Daruma-ji Schrein findet man ein Geschäft namens Daimonya, das sich auf die Herstellung und den Verkauf der Figuren spezialisiert hat. Der Besitzer Junichi Nakata ist ein traditioneller Handwerker und Hersteller von Daruma Figuren. Im Daimonya findet man alle Arten dieser Puppen in unterschiedlichen Größen, Farben und für unterschiedliche Arten von Wünschen.

    Bei einem Workshop kann man seine eigene Daruma Puppe bemalen.
    Bei einem Workshop kann man seine eigene Daruma Puppe bemalen. Foto: Gloria Ticconi

    Außerdem hat man die Möglichkeit, seine eigene Figur zu bemalen in der Hoffnung, dass sich dann erst recht ein Wunsch erfüllt. Es gibt einen Daruma Workshop, in dem man lernt, wie man den kunstvoll geschwungenen Bart sowie die Pupille auf eine Daruma Figur malt, während Herr Nakata einen dabei Schritt für Schritt durch die entsprechende Maltechnik führt. Der Workshop kostet ¥800 (etwa 6,20 Euro) pro Person und dauert etwa 30 Minuten. Informationen zu Geschäft und  Workshops findet man auf der Website des Daimonya.

    Wer mehr über die Gegend und die Präfektur erfahren möchte, findet hier die Top 10 Attraktionen in Gunma.

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