HomeJapan erlebenEssen & TrinkenShirasu Sardinen in Fuji

    Bergige Aussichten und leckerer Fisch

    Shirasu Sardinen in Fuji

    Shirasu, frische junge Sardinen, sind eine beliebte Speise in Japan. Der Hafen von Tagonoura in der Stadt Fuji ist dafür besonders bekannt.

    Die Sardinen werden in der Suruga-Bucht vor der Küste der Präfektur Shizuoka gefangen, welche der führende Lieferant für Sardinen in ganz Japan ist. Im Hafen von Tagonoura fangen einzelne Boote die Fische ein, was einen schonenderen fang garantiert (im Vergleich zum Einsatz mehrerer Boote) und eine schnellere Rückkehr in den Hafen ermöglicht.

    Frischer Shirasu

    An den Häfen und in den nahegelegenen Restaurants kann man angeblich die frischesten Sardinen genießen, die es in Japan gibt. Das „Shirasu no Yahata“ ist eines dieser Restaurants und bietet den beliebten Fisch in allen möglichen Variationen. Die Gegend nahe dem Hafen ist sogar als „Shirasu Kaido“ (wörtl.“Sardinen Straße“) bekannt und zeigt damit den Stellenwert dieser Speise. Hier findet man eine Sammlung von etwa einem Dutzend Restaurants und Geschäften, die frische, lokal gefangene Sardinen verkaufen.

    Shirasu Shizuoka
    Spektakulärer Blick auf den Fuji (Foto: Tom Roseveare)

    Sardinen auf Reis

    Das Restaurant bietet vor allem Shirasu-don, also Sardinen auf Reis, an. Diese gibt es dabei in mehreren Varianten. Die Sardinen werden dafür roh serviert und man kann aus einer Vielzahl von Beilagen wählen, beispielsweise Lachsrogen, Seeigel, Garnelen und weitere Meeresfrüchte. Wer die Shirasu nicht roh essen möchte, findet sie hier übrigens auch gekocht in einigen Gerichten wieder.

    Für viele ist Shirasu sicherlich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Dabei ist es gar nicht der Geschmack, denn der ist den meisten Menschen sicherlich bekannt. Die kleinen Shirasu Sardinen sind im rohen Zustand leicht fischig und meist sehr salzig und eignen sich daher besonders gut als Topping auf Reis. In der Regel ist eher die Optik gewöhnungsbedürftig, beziehungsweise die Tatsache, dass man hunderte kleiner ganzer Fische auf dem Teller hat. Wer sich aber überwindet und diese Spezialität probiert, dem eröffnet sich eine große Bandbreite an japanischen Gerichten, denn Shirasu wird nicht nur in der Stadt Fuji gerne als Topping verwendet sondern findet sich in extrem vielen Speisen wieder.

    Für weitere Informationen über die Umgebung der Shirasu Kaido hilft diese japanische Karte mit den Standorten anderer Restaurants und Geschäfte, die lokale Spezialitäten anbieten.

    Shirasu Shizuoka
    Blick auf den Fuji vom zweiten Stock aus (Foto: Tom Roseveare)

    Im Hafen von Tagonoura gibt es außerdem ein eigenes Restaurant der Fischereigenossenschaft, das jedes Jahr zwischen April und November geöffnet ist, zeitlich abgestimmt auf die Hauptsaison des Sardinen-Fischfangs (zwischen Mitte März und Mitte Januar des folgenden Jahres). Ansonsten sind lokale Geschäfte das ganze Jahr über ein guter Ort, um dieses einzigartige Gericht zu probieren.

    Die Gegend um Shizuoka ist übrigens auch für grünen Tee bekannt, der hier angebaut wird und bis über Japans Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist.

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