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    Die regionale Küche in Kansai

    Die regionale Küche in der Region Kansai gilt als eine der besten in Japan und besticht weltweit durch ihre Vielseitigkeit und Qualität.

    Japans Kansai Region liegt auf der größten Hauptinsel Honshu und besteht aus den sieben Präfekturen Hyogo, Kyoto, Mie, Nara, Osaka, Shiga und Wakayama.

    Mit gleich zwei ehemaligen Kaiserstädten besitzt Kansai ein riesiges kulturelles Erbe und war mehr als tausend Jahre lang das Machtzentrum des Landes. Genauso vielfältig wie die Geschichte der Gegend ist auch ihre Küche – tatsächlich sagt man sogar, dass sich hier das kulinarische Mekka des Landes befindet. Im Folgenden findest du eine Übersicht der regionalen Küche der Region Kansai.

    Spezialitäten in Hyogo

    Das wohl berühmteste kulinarische Highlight des Kansai und insbesondere der Präfektur Hyogo ist das weltweit bekannte Kobe Rind mit seinem marmorierten und extra zarten Fleisch. Aber auch andere Gerichte wie beispielsweise akashiyaki, gebackene und frittierte Krakenteile, die den Grundstein für viele ähnliche Gerichte gelegt haben.

    Himeji Oden dagegen sind ein beliebtes Eintopfgericht und haben ihren Ursprung in der gleichnamigen Stadt. Als perfekter kleiner Snack zu Bier oder Wein dagegen gilt ikanago no kugini, kleine in Sojasoße gekochte Aale.

    Kobe Rind in Hyogo
    Kobe Rind in Hyogo, Kansai (Foto: Karl Baron / CC BY 2.0)

    Spezialitäten in Kyoto

    Mehr als alles andere ist die Präfektur Kyoto im Kansai wohl für ihr kaiseki ryori bekannt. Auch wenn dieses leichte Gericht ursprünglich vor allem zu Teezeremonien gereicht wurde, ist es heute im ganzen Land beliebt und wird auch außerhalb Kyotos in meist sehr hochklassigen traditionell japanischen Restaurants serviert.

    Die kyo-tsukemono sind speziell eingelegte Gemüsesorten, die man in Kyoto meist als kleine Vorspeise reicht, takenoko hingegen sind Bambussprossen, welche in Kyoto gerne saisonal verzehrt werden. Mit den cha soba schließlich verbindet sich die Passion für Tee und Buchweizennudeln in einem Gericht.

    Kaiseki ryori in Kyoto
    Ein typisches Kaiseki ryori in Kyoto Nishimuraya Kinosaki Onsen / CC BY 2.0 )

    Spezialitäten in Mie

    Obwohl die Präfektur Mie mit dem Matsuzaka Rind eines der Top 3 Wagyu Rinder des Landes stellt, ist ihr kulinarisches Erbe erstaunlich bescheiden. Tsu gyoza Teigtaschen haben ihren Ursprung hier und sind eigentlich ein Gericht für Schulkinder, haben aber mittlerweile auch die Erwachsenen überzeugt.

    Die extra dicken Ise udon Nudeln sind ebenfalls eine Spezialität der Präfektur in der Region Kansai, ebenso wie tekone-zushi, eine Schale mit Reis und stark gewürztem rohen Fisch.

    Ise udon Nudeln in Mie
    Ise udon Nudeln in Mie (Foto: アルトクール / CC BY-SA 4.0 )

    Spezialitäten in Nara

    Die erste Hauptstadt Japans in der gleichnamigen Präfektur Nara im Kansai bietet ebenfalls eine sehr vielfältige Küche. Miwa somen Nudeln werden im Sommer kalt gegessen, während ihre Basis im Winter als heiße Brühe genutzt wird.

    Auch die lange Geschichte der fermentierten Speisen findet man hier in Nara in Form von beispielsweise kakinoha zushi, fermentierte und in die Blätter von Kaki Früchten gewickelte Makrele oder eingelegtem Gemüse namens narazuke. Yamato no chagayu ist ein häufig gegessener und mit Tee zubereiteter Reis-Brei, der als sehr gesund gilt und gerne zum Frühstück gegessen wird.

    Kakinoha zushi in Nara
    Kakinoha zushi in Nara (Foto: Tomomarusan / CC BY-SA 3.0)

    Spezialitäten in Osaka

    Die Präfektur Osaka gilt wohl als DAS kulinarische Mekka Japans und der Region Kansai. Sie wird daher oft und gerne als „die Küche“ Japans bezeichnet und bietet gerade mit ihrem vielfältigen Streetfood den Himmel für alle, die Essen lieben.

    Die berühmten kitsune udon Nudeln mit ihrer geschmacksintensiven Dashi-Brühe sind ebenso beliebt, wie die langen und im Ganzen servierten ehomaki Sushi-Rollen.

    Das berühmte Streetfood aus der Gegend, welches man an zahlreichen kleinen Ständen frisch zubereitet findet, bietet zum Beispiel kushikatsu, Kleine frittierte Spieße aus verschiedenen Fleischsorten, Meeresfrüchten und Gemüse.

    Auch takoyaki, die wohl berühmtesten Oktopusbällchen, welche meist mit einer dicken, geschmacksintensiven Soße und Seetang-Puder genossen werden, gibt es an jeder Ecke.

    Takoyaki in Osaka, dem kulinarischen Zentrum des Kansai
    Takoyaki in Osaka, dem kulinarischen Zentrum des Kansai (Foto: Leng Cheng / CC BY 2.0 )

    Spezialitäten in Shiga

    Die Küche der Präfektur Shiga ist eng mit dem dortigen Biwa See verknüpft, dem größten See in Japan. Die traditionelle Sushi-Art funazushi hat hier ihren Ursprung, dabei wird der Fisch in Reis fermentiert, um ihn früher so haltbar zu machen. Kamo ryori ist ein Entengericht aus der Gegend und wie die Biwa Forelle vom gleichnamigen See. Mit dem Omi Rind findet man hier schließlich ein weiteres der Top 3 Wagyu Rinder Japans.

    Funazushi in Shiga
    Funazushi in Shiga (Foto: Image by Power85 )

    Spezialitäten in Wakayama

    Die Küche der Präfektur Wakayama spiegelt die ländliche Gegend wider, welche sowohl an Meer als auch an Berge grenzt. Hier ist eine der Spezialitäten die frühe Form des heutigen Sushi: meharizushi Bällchen bestehen aus Fisch, welcher in Reis und eingelegte Blätter gewickelt wird, während saba no narezushi aus fermentierter Makrele besteht. Reiskuchen mit Süßkartoffel namens imomochi bieten sich als leckeren Nachtisch an und das Gobo-sechiyaki ist eine besondere Interpretation des bekannten Okonomiyaki – eine Art Pfannkuchen mit Kohl, welcher auf einer heißen Platte zubereitet wird und ähnlich wie Pizza fast jedem schmeckt.

    Saba-no-narezushi in Wakayama
    Saba-no-narezushi in Wakayama (Foto: おむこさん志望 / CC BY-SA 3.0 )

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