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    Thermalquellen in Tokyo

    Saya no Yudokoro Onsen

    Der Saya no Yudokoro Onsen im Bezirk Itabashi in Tokyo ist einer der wenigen Spas in der Hauptstadt, die reines Thermalwasser benutzen.

    Der vollständige Name des Spas ist Maenohara Onsen Saya-no-Yudokoro und wurde im Jahre 2015 aufwändig renoviert. Die Kombination aus traditionellem japanischen Ambiente und 100% natürlichem Thermalwasser machen den Onsen zu einem beliebten Ausflugsziel für Wellness-Fans in Tokyo. Da die Förderung und auch die Instandhaltung dabei sehr schwierig sind, gibt es nur wenige Spas, die reines, ungefiltertes Thermalwasser nutzen.

    Wellness im Saya no Yudokoro

    Das Saya no Yudokoro Spa besitzt eine große Auswahl an unterschiedlichen Wellness-Einrichtungen, darunter viele Indoor- und Outdoor-Onsen in verschiedenen Varianten: Geflieste Thermalbecken, traditionelle Onsen mit Naturstein, sowie eine Reihe von eher ungewöhnlichen Becken, wie beispielsweise runde, fassartige Wannen (tsubo-yu 壺湯) und steinerne Liegeflächen, die mit heißem Wasser gespeist werden (ne-yu 寝湯). Zudem gibt es ein paar kleine private Onsen Bäder, die vor allem von Familien gerne gegen einen Aufpreis gemietet werden, da der Spa ansonsten – wie sonst auch üblich – nach Geschlechtern getrennt ist.

    Der Onsen bietet auch Bäder unter freiem Himmel.
    Der Onsen bietet auch Bäder unter freiem Himmel. Foto: Shinobu Ishikawa

    Daneben gibt es eine Auswahl verschiedener Saunas mit unterschiedlichen Temperaturen, ebenso wie Dampfbäder. Zudem gibt es vier nach Jahreszeiten benannte Räume, wobei der „Sommer“ eine Temperatur von etwa 50 Grad aufweist, der „Herbst“ dagegen 40 Grad, im „Winter“ Raum kann man sich abkühlen und im „Frühling“ gibt es Matratzen auf Tatami Boden, sodass man sich hier ausruhen kann.

    Daneben bietet das Spa auch verschiedene Arten von Massagen und anderen Wellness-Anwendungen gegen jeweilige Extra-Gebühren.

    Restaurant und japanischer Garten

    In einem Flügel des traditionellen Gebäudes befindet sich das Restaurant Shitensha, in welchem man eine Auswahl japanischer Gerichte findet, wie beispielsweise Soba Nudeln, Tempura-Gerichte und Reis-Schalen mit rohem Fisch. Daneben gibt es unterschiedliche Getränke, manchmal sogar einen hauseigenen Pflaumenwein (umeshu). Es gibt sogar zwei private Räume, die aber meistens im Vorfeld reserviert werden müssen.

    Das Saya no Yudokoro besitzt ein Restaurant mit wundervollem Ausblick.
    Das Saya no Yudokoro besitzt ein Restaurant mit wundervollem Ausblick. Foto: Shinobu Ishikawa

    Das Restaurant bietet einen Blick auf den angrenzenden japanischen Garten, der im typischen Stil asiatischer Gartenkunst angelegt ist. Er symbolisiert eine Art Schatzsuche, mit einem Stein, der ein Boot darstellt, einem Felsen, der für einen mysteriösen Berg steht, sowie gerechter Sand, auf dem das Stein-Boot „fährt“. Je nach Jahreszeit kann man die Aussicht auf die gepflanzten Bäume genießen, im Frühling blühen hier Pflaumen und Kirschen, während im Herbst die Ahornbäume in kräftigen Rottönen erstrahlen.

    Angeblich wurde das Saya no Yudokoro auf dem Gelände eines ehemaligen japanischen Unternehmers gebaut, der in den 1940er Jahren in der Metallindustrie tätig war. Nachdem die Firma an einen anderen Ort verlegt worden war, wurde hier angeblich dieses Badehaus gegründet, um den Anwohnern eine Möglichkeit zum Baden und zum Entspannen zu geben. Denn gerade im Großraum Tokyo gibt es kaum richtige Onsen Quellen, da das Thermalwasser schwer zu fördern ist. Daher finden sich hier vor allem Badehäuser, die Sento genannt werden und kein Thermalwasser, sondern normales Leistungswasser in den Bädern verwenden.

    Der japanische Garten ist zu jeder Jahreszeit schön.
    Der japanische Garten ist zu jeder Jahreszeit schön. Foto: Shinobu Ishikawa

    Angeblich liebte der einstige Besitzer und Gründer des Saya no Yudokoro japanische Haiku Gedichte und dichtete auch selbst einige Haiku. Diese sowie einige Ikebana Blumengestecke und Bonsai Bäume kann man im Onsen und dem anliegenden Restaurant bewundern.

    Das Saya no Yudokoro bietet das echte Onsen Erlebnis für ¥890 (etwa 6,90 Euro) pro Person unter der Woche und ¥1.120 (etwa 8,60 Euro) an den Wochenenden. Für eine echte Thermalquelle sind die Preise damit sehr moderat, zumal die Wellness-Landschaft sehr vielfältig ist. Einziger Wermutstropfen: Wie bei so vielen traditionellen Onsen Einrichtungen sind Tattoos jeglicher Art nicht gestattet. Sollte man (kleinere) Tattoos haben, so schweigt man am besten und klebt die entsprechenden Motive mit Pflastern oder hautfarbenem Tape ab.

    Weitere Tipps und Verhaltensregeln für einen Besuch in den heißen Quellen finden sich in diesen Onsen-Regeln, sodass der nächste Besuch im heißen Thermalwasser entspannend und angenehm wird.

    Private Onsen können ebenfalls angemietet werden.
    Private Onsen können ebenfalls angemietet werden. Foto: Shinobu Ishikawa

    Der Onsen liegt auf der Mita Linie an der Station Shimura-Sakaue, von welcher aus es ein knapp 10 Minuten langer Fußweg bis zum Eingang ist. Das Saya no Yudokoro ist eher ein Geheimtipp für Onsen-Fans, da man es kaum in Reiseführern findet und auch sonst eher unbekannt ist. Wer sich allerdings einmal hierher getraut hat, der kommt mit Sicherheit wieder.

     

     

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