HomeJapan erlebenBeauty & SpaBesuch in Nyuto Onsen

    Ein Spa Ort, der seinem Ruf gerecht wird

    Besuch in Nyuto Onsen

    Der Besuch eines Onsen (heiße Quellen) gehört für viele Reisende in Japan dazu. Nyuto Onsen in Akita bietet den perfekten Einstieg in die Spa-Kultur Japans.

    Trotz des hohen Bekanntheitsgrades der heißen Quellen gibt es viele Reisende, die sich gegen einen Besuch sträuben und sich schon im Vorfeld durch die Tatsache, dass man dort nackt ist oder durch Bilder von überfüllten und kommerzialisierten Spa Orten abschrecken lassen. Für solche ist der kleine Spa-Ort perfekt geeignet, um dort einen ersten Onsen Besuch zu wagen.

    Nyuto Onsen liegt im Towada-Hachimantai Nationalpark und in der Präfektur Akita. Umgeben von Bergen, unberührten Wäldern und kleinen Feldern ist es ein Ort, an dem du Ruhe und Einsamkeit genießen kannst – fernab vom hektischen Treiben der Stadt.

    Die Gebäude in Nyuto Onsen versetzen dich in eine andere Zeit.
    Die Gebäude in Nyuto Onsen versetzen dich in eine andere Zeit. Foto: Steve Morton

    7 heiße Quellen in Nyuto Onsen

    Interessanterweise bezeichnet Nyuto Onsen nicht nur eine, sondern einen Zusammenschluss von gleich sieben Quellen, die sich in diesem Gebiet befinden. Zwar sind sie alle relativ nahe bei einander, aber man benötigt trotzdem im Idealfall ein eigenes Verkehrsmittel oder sollte sich darauf einstellen, mehrere Kilometer Fußmarsch auf sich zu nehmen, wenn man verschiedene Quellen besuchen möchte.

    Die beste Option ist eindeutig, über Nacht in einem der Ryokan (traditionelle Unterkünfte) zu bleiben, die zu jedem der Onsen gehören. Wer vor hat, länger zu bleiben, kann dabei dann auch jede Nacht in einer anderen Unterkunft verbringen und somit dann auch die zugehörigen Quellen erkunden. Natürlich kann man auch in einer Unterkunft bleiben, aber tagsüber die anderen Spas besuchen. Der Eintritt für Tagesgäste ist mit 500 Yen pro Person sehr günstig.

    Nyuto Onsen liegt inmitten von Natur und Bergen.
    Nyuto Onsen liegt inmitten von Natur und Bergen. Foto: Steve Morton

    Jede der dortigen Quellen hat eine ganz eigene Atmosphäre, sodass man leicht nachvollziehen kann, warum Besucher*innen von überall her kommen, um hier Zeit zu verbringen. Angeblich kamen hier früher schon Samurai her, um von der heilenden Wirkung der Quellen zu profitieren und der heutige Spa Ort existiert seit mehr als 350 Jahren und gilt auch heute noch als ideal, wenn man an Stress oder Schmerzen leidet.

    Die Ryokan von Nyuto Onsen

    Nyuto-Onsenkyo

    Die etwas modernere aber sehr bequem im National Park Resort Village gelegene Unterkunft „Nyuto-Onsenkyo“ kostet etwa 11.000 Yen pro Nacht, wobei Frühstück und Abendessen inklusive sind. Dafür bekommt man ein großzügiges japanisches Zimmer mit Tatami Boden und drei hauseigene Onsen Quellen von denen einer ein „Rotenburo“ (ein Außenpool) ist. Alle drei Onsen werden aus unterschiedlichen Quellen gespeist, sodass sie unterschiedliche Mineralien Zusammensetzungen haben und sich dadurch zudem sogar in ihrer Farbe unterscheiden. Egal für welchen man sich entscheidet, die entspannende Wirkung setzt sofort ein.

    Neben den vielen schönen Spas bietet die Gegend um das Ryokan noch vieles mehr. Gerade wanderbegeisterte Gäste finden hier viele Möglichkeiten mit wunderschönen Wanderwegen durch die umliegenden Wälder und vorbei an Wasserfällen. Es werden sogar täglich kostenlose geführte Touren von der Hotellobby aus angeboten. Für besonders Aktive gibt es eine Strecke, die bis auf den Gipfel des nahen Nyuto Berges führt.

    Der Eingang zu den Quellen im Nyuto-Onsenkyo.
    Der Eingang zu den Quellen im Nyuto-Onsenkyo. Foto: Steve Morton

    Tsuruyu Onsen

    Im starken Kontrast zum Resort Village fühlt sich Tsuruyu Onsen an, wie eine komplett andere Zeit – und das, obwohl er nur wenige Kilometer entfernt ist. Die schönen dunklen Holzgebäude befinden sich an beiden Seiten des dortigen Flusses und bilden zusammen mit den umliegenden Bergen eine zeitlose Atmosphäre. In den Gebäuden befinden sich ebenfalls typische Tatami Böden und dazu noch einige traditionelle iori, offene Feuerstellen, auf denen früher gekocht wurde. Schon nach wenigen Minuten vergisst man hier leicht, dass man sich noch immer im 21. Jahrhundert befindet.

    Eingang zum Tsurunoyu - einer der Quellen in Nyuto Onsen.
    Eingang zum Tsurunoyu – einer der Quellen in Nyuto Onsen. Foto: Steve Morton

    Am besten schließt man den Tag mit einem lokalen Abendessen ab. „Sansei Ryori“, also ein Gericht mit Gemüse aus den Bergen, ist nur in dieser Region zu finden und sollte unbedingt probiert werden. Viele der Zutaten sieht man dabei vermutlich zum ersten Mal überhaupt und die Gerichte sind erstaunlich vielfältig und ungewöhnlich – wie beispielsweise gekochte Bambuswurzeln in einer sauren Erdbeersoße.

    "Sansei Ryori" - diese Gerichte findet man so nur in der Gegend um Nyuto Onsen.
    „Sansei Ryori“ – diese Gerichte findet man so nur in dieser Gegend. Foto: Steve Morton

    Wer sich hier eine Weile aufhält, kann sich definitiv sowohl mental als auch körperlich erholen, bevor man diesen magischen Ort verlässt und in die Zivilisation zurückkehrt.

    Wer eine Übersicht der verschiedenen Ryokan Unterkünfte in Nyuto Onsen sucht, findet sie in dieser Zusammenfassung.

    ANFAHRT

    Trotz seiner Abgeschiedenheit ist es erstaunlich leicht, die Gegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Vom Bahnhof Tazawako aus kann man praktisch jeden Bus nehmen, welcher Richtung Nyuto Onsen fährt. Anschließend steigt man bei der Station“Tazawa Kogen“ aus und hat von dort aus noch einen etwa 20 minütigen und gut ausgeschilderten Fußweg, bis man den Eingang des Resorts erreicht.

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