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    Zeitreise in einem traditionellen Dorf in Japan

    Traditionelles Handwerk in Tono

    Das Furusato-mura ist ein kleines Dorf nahe der Stadt Tono und bietet Besucher*innen einen Einblick in traditionelles japanisches Handwerk.

    Diese kleine Art von Dörfern sind in Japan sehr beliebt und dienen vor allem dazu, das lokale Handwerk zu fördern und den Menschen einen Einblick in die Geschichte und Traditionen der Gegend zu vermitteln. Ein Ausflug in das Furusato-mura in der Nähe von Tono in der Präfektur Iwate entführt Besucher*innen in alte Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, in denen man die Kultur und Traditionen des japanischen Landlebens kennenlernen kann.

    Handwerk erleben im Furusato-mura

    Das japanische Wort furusato bedeutet etwa so viel wie „Heimatort“ und wurde schon im beliebten gleichnamigen Kinderlied von 1914 besungen. Die hier noch heute stehenden Bauernhäuser sind typischerweise L-förmig gebaut. Die längere Seite diente früher als Unterkunft für die dort lebenden Bauernfamilien, die kürzere dagegen waren meist Pferdeställe. Die Stadt Tono war lange Zeit eine wichtige Handelsstation in der Präfektur Iwate, sodass auch Pferde eine große Bedeutung hatten, da viele Waren mithilfe von Pferdewägen transportiert wurden. In den kalten und schneereichen Wintern konnten die Bauern durch die räumliche Nähe nach ihren Pferden sehen.

    Im Dorf kann man bei verschiedenen Demonstrationen zusehen, wie beispielsweise beim traditionellen Färben von Stoffen.
    Im Dorf kann man bei verschiedenen Demonstrationen zusehen, wie beispielsweise beim traditionellen Färben von Stoffen. Foto: Imogen Riethmuller

    Im heutigen Furusato-mura werden traditionelle Anbaumethoden und auch Handwerk bis heute bewahrt, um Besucher*innen einen Einblick in das Leben auf dem Land zu bieten. Wer hierher kommt, kann sich an verschiedenen Aktivitäten versuchen und beispielsweise beim Anbau oder der Ernte von Gemüse helfen oder verschiedene Andenken oder Werkzeuge aus Bambus oder Stroh herstellen. Für einige dieser Workshops sollte man im Vorfeld reservieren. Kenntnisse der japanischen Sprache helfen auf jeden Fall, jedoch kann man auch einfach Schritt für Schritt den Workshop-Leiter*innen folgen.

    Außerdem findet man hier in traditionellem Ambiente auch Demonstrationen von traditionellem Handwerk, beispielsweise kann man beim Weben oder beim Färben von Stoff zusehen. Letzteres hat hier eine lange Tradition, speziell eine blaue Färbung trägt sogar den Namen „Tono-blau“ und findet sich häufig in den Stoffen wieder. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt und man findet zwischen all den Aktivitäten und Workshops auch lokale Spezialitäten wie beispielsweise Teigtaschen, gegrilltes Lamm oder eine spezielle Art von Eintopf, typisch für die Region. Auch lokalen Sake kann man hier verkosten.

    Bei Workshops kann man eigene Souvenirs anfertigen.
    Bei Workshops kann man eigene Souvenirs anfertigen. Foto: Imogen Riethmuller

    Ein Besuch im Furusato-mura ist ein klein wenig wie eine Zeitreise. Das Dorf ist so authentisch, dass es sogar als Drehort für historische Filme oder Dokumentationen genutzt wird. Wer das moderne Japan für einen Moment hinter sich lassen möchte und lieber in eine Welt voller Traditionen eintaucht, ist hier genau richtig. Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Website (japanisch).

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