HomeJapan erlebenAktivitätenErlebnisse in Shingu

    Eine kulinarische Stadt mit historischen Kulturgütern

    Erlebnisse in Shingu

    Die Stadt Shingu ist Teil der Präfektur Wakayama auf der Kii-Halbinsel. Durch den einfachen Zugang von Kyoto und Nagoya aus ist Shingu unbedingt eine Reise wert.

    Obwohl Shingu eine überschaubare Bevölkerung von etwa 29.000 Einwohnern hat, mangelt es nicht an Restaurants und historischen Sehenswürdigkeiten, die als Weltkulturerbe registriert sind. Von frischem Sushi über gegrillten Aal bis hin zu fermentiertem Fisch: diese Stadt kennt sich mit gutem Essen aus. Da Shingu nicht groß ist, kann man sich leicht mit einem Fahrrad fortbewegen, das bei Bedarf an der Shingu Station ausgeliehen werden kann.

    Jofuku Sushi

    Shingu Wakayama
    Leckeres Sushi (Foto: Michael Groen)

    Gleich zu Beginn kann man eines der großartigen Sushi Restaurants direkt gegenüber der Shingu Station finden. Dieses Restaurant ist etwa 70 Jahre alt und befindet sich um die Ecke des Jofuku Parks, daher der Name Jofuku Sushi. Das traditionelle Gericht dieses Restaurants ist Sanma Sushi. Sanma ist Fisch, der in der Kumano See gefangen wird. Dieser Fisch ist fettarm, sodass er sich perfekt für eine gesunde Mahlzeit eignet.

    Der rohe Thunfisch, der in diesem Restaurant serviert wird, ist äußerst frisch, da er aus der nahe gelegenen Stadt Katsuura stammt. Die Stadt Katsuura ist dafür bekannt, die größte Menge an frischem Fisch in Japan zu haben. Eine weitere Spezialität dieses Restaurants ist Sushi aus Kumano Rindfleisch. Sushi wird zwar normalerweise mit Fisch gegessen, aber auch dieses Gericht sollte man unbedingt einmal probieren.

    Jofuku Park

    Shingu Wakayama
    Wunderschöne Farben (Foto: Michael Groen)

    Der Jofuku Park ist etwa 5 Gehminuten von der Shingu Station entfernt und befindet sich gleich um die Ecke des Restaurants Jofuku Sushi. Der Park ist ziemlich klein, verkörpert aber eine reiche Geschichte, die sich für einen kurzen Halt anbietet.

    Der Jofuku Park ist der Legende von Xu Fu (Jofuku) und seinen 7 ältesten Gefolgsmännern gewidmet. In der Qin-Dynastie (221-206 v. Chr.) kam der chinesische Hofzauberer Xu Fu zum ersten Mal zum Asuka Schrein, um nach dem Elixier des ewigen Lebens zu suchen. Obwohl Xu Fu das Lebenselixier nicht fand, fand er doch eine Pflanze, die gut gegen Bauchschmerzen wirkte und schmerzlindernde Wirkung hatte. Die Teeblätter dieser Pflanze sind perfekt für eine warme Tasse Tee, besonders an einem regnerischen Tag.

    Kaki-no-Ate

    Shingu Wakayama
    Perfekter Geschmack (Foto: Michael Groen)

    Direkt vor dem Eingang des Hayatama Taisha Schreins befindet sich ein weiteres schönes Sushi Restaurant. Obwohl es in Japan reichlich Sushi gibt, bekommt man nicht so oft Sushi zu essen, welches in Kaki-Blätter gewickelt ist. Dieses traditionelle Geschäft präsentiert sein Hauptgericht mit Lachs- und Makrelen-Sushi, serviert aber auch Soba-Nudeln.

    Das Geschirr wurde in aufwändiger Handarbeit hergestellt, darunter auch extra dünne Essstäbchen, die sehr ungewöhnlich sind. Ein kurzer Zwischenstopp lohnt sich hier auf jeden Fall.

    Kumano Hayatama Taisha Schrein

    Shingu Wakayama
    Kumano Hayatama Taisha Schrein (Foto: Michael Groen)

    Dies Schrein ist einer der wichtigsten Schreine um den Kumano Kodo und bekannt als Teil des Kumano Sanzan (drei heilige Schreine). Der Schrein selbst ist von Natur umgeben, und auf dem Weg zum Innenbereich ist ein riesiger heiliger Baum namens „Nagi no Ki“ leicht zu erkennen. Dieser Baum ist über 1000 Jahre alt und ein Symbol der Stadt Shingu. Wenn du Shingu besuchst oder auf dem Kumano Kodo spazieren gehst, ist dieser spirituelle Ort ein Muss!

    Kumano Taisha Bootsfest

    Shingu Wakayama
    Alle sind mit vollem Einsatz dabei (Foto: Michael Groen)

    Jedes Jahr am 16. Oktober findet im großen Hayatama Taisha Schrein ein Fest statt. Bei diesem Spektakel werden 9 Boote zur Insel Mifunejima gefahren, welche 3 Mal umrundet wird, bevor die Boote an der Küste anlegen. Nach dem Rennen umrundet ein rotes Boot mit einem Omikoshi (tragbarer Schrein) die Insel und überträgt den göttlichen Geist des Hayatama Taisha Schreins. Dann wird der Schrein an Land gebracht und eine Gebetszeremonie abgehalten.

    Tohochaya: Ayu Narezushi

    Shingu Wakayama
    Fermentiertes Sushi (Foto: Michael Groen)

    Dieser Ort ist für eine andere besondere Art von Sushi bekannt, die als Narezushi (fermentiertes Sushi) bezeichnet wird. Dieses Sushi wird mit gesalzenem Sanma zubereitet und schmeckt ganz anders als das alltägliche frische Sushi.

    Neben diesem Sushi präsentiert dieser Laden auch ein besonderes Gericht mit 30 Jahre altem fermentiertem Fisch. Obwohl es sehr stark riecht, schmeckt es angeblich nach Käse, und der Geschmack kann nach ein paar Bissen sogar süchtig machen. Diese einzigartige Delikatesse passt gut zu japanischem Sake.

    Kamikura Schrein

    Shingu Wakayama
    Kamikura Schrein (Foto: Michael Groen)

    Mit dem Hayatama Taisha Schrein verwandt ist der Kamikura Schrein. Dieser Schrein befindet sich auf der Spitze eines Hügels mit 538 Steinstufen. Zu Beginn können diese Stufen bis zu 45 Grad steil sein und könnten etwas einschüchternd wirken, aber wenn man auf die Spitze kommt, erwartet einen ein spektakulärer Blick auf die Stadt Shingu.

    Wenn das Wetter gut ist und du in Shingu übernachten willst, kannst du von diesem Platz aus sogar den Sonnenaufgang vom Meer aus beobachten. Viele der Einheimischen tun dies am ersten Januar, um den ersten Sonnenaufgang des Jahres zu sehen. Der Schrein selbst befindet sich neben einem großen heiligen Felsen namens Gotobiki Felsen. Dieser Felsen ist der heilige Körper des Kamikura Schreins und soll der Ort sein, an dem der Gott von Kumano zum ersten Mal auf die Erde herabgestiegen sein soll. Im Februar findet ein Fest statt, bei dem Männer mit Fackeln in der Dunkelheit diese steilen Steinstufen hinunterlaufen.

    Naka-kooriten: Lokales Kaki-goori

    Shingu Wakayama
    Gecrushtes Eis in Shingu (Foto: Michael Groen)

    Dieser Laden ist unter den Einheimischen sehr bekannt, und im Sommer kommt jeder mindestens einmal vorbei, um leckeres gecrushtes Eis (Kaki-goori) zu genießen.

    Das Eis wird aus dem Wasser des Kozagawa Flusses hergestellt. Der Prozess des Einfrierens dauert etwa 3 Tage und die Würfel wiegen weit über 100 kg. Mit den extrem scharfen Maschinen wird das Eis so bearbeitet, dass es schmilzt, sobald es die Zunge berührt. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen machen die Süßspeise sehr vielseitig. Denn das noch geschmacklose Eis wird anschließend mit einem Sirup nach Wahl bedeckt, welches nicht nur für die farbenfrohe Optik, sondern auch für den Geschmack sorgt.

    Shikaroku: Unagi

    Shingu Wakayama
    Klassisch: Aal auf Reis (Foto: Michael Groen)

    Hier gibt es frischen heimischen Aal, der über der Kohle der Steinlindeneiche gegrillt wurde, dem offiziellen Baum der Präfektur Wakayama. Der Laden hat angeblich ei uraltes und gut gehütetes rezept für die Zubereitung dieser besonderen Delikatesse. Dieses alteingesessene Restaurant wurde früher von dem berühmten Haruo Sato (japanischer Schriftsteller, der das „Lied von Sanma“ schrieb) besucht.

    Asuka Schrein

    Shingu Wakayama
    Flütenspiel im Asuka Schrein (Foto: Michael Groen)

    Dieser Schrein ist der älteste Schrein im Gebiet von Kumano und ebenso ein Kulturerbe. Es handelt sich um einen Unterschrein des Kumano Hayatama Taisha Schreins. Der Schrein wird mit der Legende von Xu Fu in Verbindung gebracht. Er und seine Männer sollen hier zum ersten Mal auf ihrer Reise Halt gemacht haben, um das Elixier des ewigen Lebens zu finden. Wenn du dich im Tempel befindest, halte Ausschau nach Schulleiter Nishi. Er spricht Englisch, und du kannst ihm dabei zusehen, wie er eines seiner spirituellen Flötenlieder spielt.

    Amanogawa

    Shingu Wakayama
    Für Leckermäulchen (Foto: Michael Groen)

    Wenn du eine echte Naschkatze bist, solltest du unbedingt bei Matsubaya vorbeischauen: Amanogawa (Milchstraße). Die Süßigkeiten in diesem Geschäft werden in einem mehrtägigen Prozess sorgfältig von Hand hergestellt. Der Geschmack ist außergewöhnlich mit einer transparenten, gehärteten, zuckerhaltigen Außenseite und einer weichen, bunten Innenseite, die mit Azuki-Bohnen gefüllt ist. Im Herbst gibt es auch eine limitierte Auflage mit Kastanienfüllung. Dieses Geschäft ist daher großartig für Omiyage (Mitbringsel). Der Laden schließt immer dann, wenn die Süßigkeiten ausverkauft sind, also warte nicht zu lange!

    Die Präfektur Wakayama hat noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, welche man sich unbedingt anschauen sollte. Auch außerhalb von Shingu gibt es viel zu entdecken.

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