Einkaufs- und Vergnügungsviertel um einen geschäftigen Bahnhof

    Ikebukuro in Tokyo

    Ikebukuro ist ein Geschäfts- und Einkaufsviertel und befindet sich im Bezirk Toshima in Tokyo. Das geschäftige kleine Stadtzentrum ist voll mit Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten und ein tolles Ausflugsziel.

    Ikebukuro (jap.: 池袋) verläuft rund um den gleichnamigen Bahnhof. Er ist nach dem Bahnhof Shinjuku und dem Bahnhof Shibuya der drittgrößte Bahnhof der Stadt und befördert täglich über eine Million Passagiere. Der Bahnhof ist zudem der Verkehrsknotenpunkt für den Norden von Tokyo und ist mit mehreren Bahnlinien erreichbar.

    Orientierung in Ikebukuro

    Der Bahnhof Ikebukuro ist der drittgrößte Bahnhof in Tokyo
    Der Bahnhof Ikebukuro ist der drittgrößte Bahnhof in Tokyo (Foto: jpellgen / CC BY-NC-ND 2.0)

    Wer schon einmal in einem größeren Bahnhof in Japan war, weiß, dass es wichtig ist, den richtigen Ausgang zu wählen, um nicht an einer völlig anderen Stelle als geplant herauszukommen.

    Am Bahnhof Ikebukuro ist dies nicht anders, tatsächlich gilt der Bahnhof sogar als einer der komplexesten. Obwohl die Ausgänge beschildert sind, ist es doch nicht einfach, den richtigen Weg zu finden. Was man sich zur groben Orientierung merken kann, ist, dass sich das Kaufhaus Seibu am östlichen Ende und das Kaufhaus Tobu am westlichen Ende der Station befindet. Dazwischen liegen die Bahnschienen sowie die unterirdischen Verbindungstunnel.

    Auf der West- sowie Ostseite gibt es weitere Ausgänge, die mit den Himmelsrichtungen beschrieben sind. Des Weiteren sind die Ausgänge auch mit Nummern gekennzeichnet, die von 1 bis 46 reichen. Moderne mobile Navigationsgeräte sind heutzutage aber in der Lage, den richtigen Ausgang bei der Navigation mit anzugeben.

    Der Bahnhof Ikebukuro kann mit den JR Linien Yamanote, Saikyo und Shonan Shinjuku erreicht werden. Zudem hält die Seibu Ikebukuro Linie der Seibu Railway und die Tobu Tojo Linie der Tobu Railway hier. Von der Tokyo Metro fahren die Linien Marunouchi, Yurakucho und Fukutoshin. Diese Vielzahl an Bahnverbindungen macht Ikebukuro von überall aus Tokyo einfach zugänglich.

    Attraktionen in Ikebukuro

    Ikebukuro bietet eine Vielzahl an Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und vieles mehr. Neben vielen großen Kaufhäusern, die hier um die Wette eifern, verfügt die Stadt über einen große Einkaufs- und Unterhaltungskomplex sowie zahlreiche individuelle Geschäfte.

    Einkaufsmöglichkeiten

    Ausblick von der 60. Etage von Sunshine City in Ikebukuro
    Ausblick von der 60. Etage von Sunshine City in Ikebukuro (Foto: jamesjustin / CC BY-NC-ND 2.0)

    Direkt am Bahnhof befinden sich die beiden großen konkurrierenden Kaufhäuser der Konglomerate Seibu und Tobu. In diesen Kaufhäusern finden Besucher*innen eine große Auswahl an Kleidung, Kosmetik, Lebensmitteln sowie Restaurants.

    Eine weitere gute Anlaufstelle für Shopping-Begeisterte ist der Einkaufs- und Unterhaltungskomplex Sunshine City, der sich nur wenige Minuten vom Ausgang 35 der Ikebukuro Station befindet. Neben zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten befindet sich hier auch das Sunshine Aquarium sowie Sunshine 60, eine Aussichtsetage im 60. Stock des Gebäudes. Weitere Attraktionen hier sind der Indoor-Themenpark Namja Town, ein Planetarium sowie mehrere kleine Museen.

    Auch wer auf der Suche nach Elektronikgeräten ist, wird in Ikebukuro fündig. Hier befinden sich zwei große Filialen der größten japanischen Elektronikeinzelhändler Bic Camera und Yamada Denki.

    Populärkultur

    Die Animate Filiale in Ikebukuro
    Die Animate Filiale in Ikebukuro (Foto: Danny Choo / CC BY-SA 2.0)

    Auch wenn Ikebukuro nicht so groß oder bekannt wie Akihabara ist, gibt es auch hier ein Zentrum der Otaku-Kultur. Im Gegensatz zu Akihabara richtet sich Ikebukuro jedoch eher an das weibliche Publikum. Auf der Otome Road in der Nähe von Sunshine City finden weibliche Anime- und Manga-Fans alles, was das Herz begehrt. Neben Geschäften, in denen man Anime- und Manga-Merchandise, Cosplay-Artikel oder auch speziell für Frauen geschriebene bzw. produzierte Werke findet, gibt es hier auch mehrere Butler-Cafés.

    Auch wenn Ikebukuro dafür bekannt ist, dass sich hier viele Läden auf den Verkauf von Shoujo-Waren (jap.: shoujo, bedeutet Mädchen oder junge Frau, also Inhalte für das weibliche Publikum) spezialisieren, so ist es jedoch keineswegs darauf beschränkt. In der Umgebung gibt es auch Filialen der Einzelhandelsgeschäfte Mandarake und K-Books, sowie den größten Animate Store Japans. Hier werden auf acht Etagen Anime- und Manga-Träume wahr.

    Wer die Populärkultur von Japan in der Hauptstadt weiter erleben möchte, findet hier 5 Orte für Anime und Manga Fans in Tokyo.

    Weitere Attraktionen

    In Ikebukuro befindet sich neben vielen Einkaufsmöglichkeiten auch weitere Attraktionen wie beispielsweise das Tokyo Metropolitan Theater. Das Zentrum für darstellende Künste wurde 1990 eröffnet und verfügt über einen Konzertsaal, ein Schauspielhaus sowie eine Reihe kleinerer Aufführungsräume.

    Wer an Architektur interessiert ist, sollte das Toshima City Office besuchen. Es befindet sich seit 2015 in einem vom japanischen Architekten Kengo Kuma entworfenem Gebäude, welches im zehnten Stock einen hübschen Garten im Freien besitzt, der einen hervorragenden Blick über die Stadt bietet. Der Eintritt hierzu ist kostenfrei.

    Des Weiteren befindet sich hier der Zoshigaya Kishimojindo. Der buddhistische Tempel verehrt Kishimojin, die Göttin der sicheren Geburt und Kindererziehung. Der Tempel hat täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und hier befindet sich zusätzlich Daikokudo, ein Dango-Laden.

    Verstecktes Highlight von Ikebukuro

    Die Eule ist zu einem Symbol Ikebukuros geworden
    Die Eule ist zu einem Symbol Ikebukuros geworden (Foto: wombatarama / CC BY-NC-ND 2.0)

    Weil die Eule angeblich Glück bringen soll, wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Gemeinschaftssymbol der Gegend. Aus diesem Grund finden sich im gesamten Viertel viele kleine Highlights mit Eulenbezug. Es gibt beispielsweise mehrere Steinstatuen, die sich an Schreinen oder Tempeln, aber auch vor der Polizeistation und im dortigen Bahnhof befinden. An Schreinen und Tempeln werden zudem omamori (Beschützeramulette) mit Eulen-Design verkauft.

    Deswegen wird das Viertel auch liebevoll Ikefukuro genannt. Der Name ist ein Wortspiel und verbindet den Namen „Ikebukuro“ mit dem japanischen Wort fukuro (jap.: 梟), welches Eule bedeutet.

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