Lokal und nachhaltig genießen

    Farm-Tour in Ako

    Die Stadt Ako an der Küste der Präfektur Hyogo bietet Touren zu Farmen und Produktionsstätten an, bei denen man lokale Produkte genießen kann.

    Das milde Klima und der fruchtbare Boden sorgen für eine große Auswahl an Obst und Gemüse in Ako. Zudem sind die seichten Gewässer der Seto-Binnensee für ihre Austern und andere ausgezeichnete Meeresfrüchte bekannt. Ako ist außerdem auch berühmt für die Salzherstellung.

    Direkt von der Farm
    Direkt von der Farm (Foto: Fabien Recoquille, JT)

    Eine Tour auf der Farm

    In Ako ist man der Meinung, dass Essen mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme. Eine spezielle Tour zum Thema „Von der Farm frisch auf den Tisch“ ist daher die beste Möglichkeit, etwas über die Geschichte und Kultur der Region zu erfahren, dabei Spaß zu haben und nebenbei einige erstaunliche lokale Gerichte zu kosten.

    Die Farm-Touren beginnen mit einem Einblick in die Geschichte von Akos berühmtester und einzigartiger Industrie, der Salzgewinnung. Auf den weiten, flachen Küstenebenen wurden große Salzgewinnungsanlagen, die sogenannten „Ends“ errichtet.

    Im Hyogo Ako Seaside Park, einer ehemaligen Salzgewinnungsstätte, kann man authentische Gebäude-Rekonstruktionen und die genauen Salzgewinnungsprozesse genau unter die Lupe nehmen. Dort hat man auch die Möglichkeit, sein eigenes Ako-Salz nach einer traditionellen Methode herzustellen. Dieses handgemachte Salz kann man dann selbstverständlich später selbst zum Kochen verwenden oder es als Souvenir verschenken.

    Salz aus Ako
    Salz aus Ako (Foto: Fabien Recoquille, JT)

    Nach der Salzherstellung geht es dann direkt zur Farm, um einige lokale Produkte für die heutige Mahlzeit zu besorgen. Hier hat man die Gelegenheit, eine echte japanische Farm zu besuchen, mit den Bauern zu plaudern und Obst und Gemüse der Saison zu ernten.

    Man braucht sich auch keine Sorgen zu machen, wenn das Wetter nicht mitspielt: Wird es einmal zu nass, geht es stattdessen zu lokalen Großhändlern, um die frischen Zutaten zu kaufen, die man zum Kochen braucht. Es besteht auch die Möglichkeit, einen traditionellen Fischmarkt zu besuchen, wo man sich unter die Einheimischen mischen und den frischesten Fang des Tages ergattern kann.

    Gmeinsames Kochen

    Sobald man dann alle Zutaten zusammen hat, ist es Zeit zum Kochen. In einem privaten Kochstudio in Ako erklärt ein erfahrener Koch alles über die Zutaten des Tages und deren Verwendung und führt dann Schritt für Schritt durch den faszinierenden Zubereitungs- und Kochprozess. Bei schönem Wetter hat man auch die Möglichkeit, in einer Sake-Brauerei oder im Freien zwischen Feldern und Gemüsebeeten zu kochen.

    Zunächst geht es an das Schneiden von Gemüse, die Zubereitung von in Salz gebackener Seebrasse und die Herstellung von Tempura und Reisbällchen. Selbstverständlich wird alles mit dem eigens hergestellten Ako-Salz gewürzt. Zudem kann man sich ebenso an der Zubereitung traditioneller japanischer Süßigkeiten versuchen und dabei köstliche Leckereien wie Dango (Reismehlbällchen) und Anko (süße rote Bohnenpaste) probieren.

    Frischer Fisch
    Frischer Fisch (Foto: Fabien Recoquille, JT)

    Da die Präsentation das A und O in der japanischen Küche ist, lernt man zeitgleich auch, wie man die Gerichte am besten dekoriert und den Tisch so deckt, dass er einem gehobenen Restaurant würdig ist. Nach getaner Arbeit sollte man auf jeden Fall sein eigenes Werk auf einem Foto festhalten.

    Zeit zum Genießen

    Danach ist endlich die Zeit gekommen, um richtig zu genießen. Alle setzen sich an den Tisch und genießen die köstlichen und authentischen Gerichte, die man gemeinsam gekocht hat und die den einzigartigen Geschmack von Ako widerspiegeln. Es gibt keinen besseren Weg, eine Region kennenzulernen, als über das Essen.

    Durch die Teilnahme an so einer speziellen Farm-Tour entwickelt man schnell ein tieferes Verständnis für die Region. Zudem lernt man auch gleich neue praktische Fertigkeiten und schafft fantastische Erinnerungen, die ein Leben lang halten.

    Hier kann man viel lernen
    Hier kann man viel lernen (Foto: Fabien Recoquille, JT)

    Im Anschluss kann man einen eigenen kleinen Topf mit dem selbstgemachten Ako-Salz für die eigenen Kochabenteuer mit nach Hause nehmen. Diese Farm-Tour ist wirklich der beste Weg, um die lokalen Aromen Japans zu verstehen und zu genießen.

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