Highlights abseits der üblichen Touristenziele

    Erlebnisse in Chiba

    Chiba besitzt viele spannende Highlights abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten und hat vor allem kleine, charmante Städte und Landleben zu bieten.

    Die im Volksmund als „Land der tausend Blätter“ bezeichnete Präfektur Chiba ist trotz ihrer Nähe zu Tokyo ein vielfach unterschätztes Reiseziel. Viele Reisende kennen die Gegend vor allem für das Disney Resort und den Flughafen Narita. Dabei ist die Präfektur gefüllt mit Geschichte, vielfältigen Landschaften und aufregende Aktivitäten für jedes Alter. Von der riesigen Küste, welche durch das National Park System Japans geschützt wird, zu den wehenden grünen Feldern, rühmt sich Chiba mit einer spektakulären Naturlandschaft.

    Für Reisende ist es zudem oftmals eine angenehme Überraschung, viele der Broschüren und Schilder der Attraktionen in Englisch zu sehen. Die meisten Gegenden haben sogar englisch sprechende Guides. Hier sind einige Attraktionen, die sich bei  einer zweitägigen Reise durch Chiba besonders anbieten:

    Tempel in Narita Stadt

    Der beste Ort für den Anfang der Reise liegt nur 15 Minuten mit der Bahn vom Flughafen entfernt. Genieße einen szenischen Spaziergang durch die Omotesando Straße hin zum beeindruckenden Naritasan Tempel. Hier kann man auch direkt das bekannteste Gericht der Gegend genießen: Aal! Die Region ist bekannt für ihre große Auswahl an Aal Restaurants (jap. unagi). Unzählige Läden mit lokalen Souvenirs und Süßigkeiten finden sich dort ebenfalls.

    Entlang der Omotesando Straße, Narita
    Entlang der Omotesando Straße, Narita. Foto: Rey Waters

    Das Gelände des Naritasan Tempels ist groß und beheimatet noch immer den originale Haupthalle, auch wenn sie versetzt und durch eine größere ausgetauscht wurde, um die 10 Millionen jährlichen Besucher*innen unterzubringen – davon allein 3 Millionen, welche jedes Jahr der Neujahrs Zeremonie beiwohnen. Auch der naheliegende Garten lohnt sich für einen Besuch.

    Samurai in Sakura Stadt

    Als Heimat des alljährlichen Tulpenfestivals hat diese Stadt auch eine historische Samurai Straße mit insgesamt drei verschiedenen Samurai Häusern zu bieten. Um ein Gefühl für die Edo Periode zu bekommen, kann man sich sogar selbst als Samurai verkleiden und einer Führung beiwohnen. Diese Tour wird von einem sehr gut englisch sprechenden Guide geführt, welcher dich durch die Ruinen der Burg und mehrere Samurai Häuser geleitet, wo du schlussendlich der Demonstration eines echten Katana-Schwertes beiwohnen wirst.

    Bei einer Reise in die Gegend sollte auch das Hotta Masatomo Haus und dessen Gärten auf dem Programm stehen. Masamoto war Stellvertreter der Edo Regierung und für die Reform des japanischen Lehrsystems durch die Einführung der niederländischen Lehrweise verantwortlich. Nur eine kurze Busfahrt entfernt befindet sich das Nationalmuseum der japanischen Geschichte, welches man ebenfalls bei einem Besuch in Sakura gesehen haben sollte.

    Vor den Häusern der Samurai, Sakura City
    Vor den Häusern der Samurai in Chiba. Foto: Rey Waters

    Radfahren in Choshi Stadt

    Choshi war eine der Hauptlieferanten für Meeresfrüchte während der Edo Periode. Nur ein kurzer Fußweg von der Bahnstation entfernt findet man außerdem die Yamasa Sojasoßen Plantage. Es ist möglich eine Tour zu buchen, bei welcher man erfährt, wie die Pflanze zu Sojasoße verarbeitet wird. Ein Highlight der Tour ist übrigens das dortige Eis mit einem Geschmack nach Vanille und Sojasoße.

    Nahe der Bahnstation befindet sich ein Fahrradverleih, von wo aus man mit dem Fahrrad zur Küste in Chiba fahren kann. Ein Stopp dabei sollte die Byobugaura Klippe sein, die ganze 10 km lang ist und sich bis hin zur Stadt Asahi erstreckt. Ungefähr 15 Minuten Fahrt mit dem Fahrrad entfernt liegt die historische Tokawa Bahnstation, welche immer noch in Benutzung ist.

    Edo-Flair in Chiba.
    Edo-Flair in Chiba. Foto: Rey Waters

    Nach der Radtour lohnt sich eine Pause im Café Yuuseimaru im Tokawa Distrikt ganz in der Nähe der Tokawa Station. Dieses Café ist einzigartig, da es ehemals eine Übernachtungsmöglichkeit für Fischer bot und heute neben Essen und Getränken auch eine kleine Ausstellung an lokalem Kunsthandwerk bietet, das die Fischer einst traditionell herstellten. Im oberen Stockwerk hat man zudem eine fabelhafte Sicht auf den Hafen.

    Der letzte Stopp für den Tag ist schließlich der Manganji Tempel einlegen, der mit seinen sieben Kannon Statuen und dem Inubosaki Leuchtturm ein tolles Fotomotiv bildet. Die Nacht kann man im Inubosaki Hotel verbringen und den Abend in der heißen Quelle entspannen, mit einem tollen Blick auf die Küste. Hier kann auch das Fahrrad zurückgeben werden, denn es fahren Shuttle Busse zur Bahnstation Inubo.

    Bootstour und Sake in Sawara (Katori Stadt)

    Sawara (Katori City) sollte man ebenfalls bei einem Besuch in Chiba nicht verpassen. Dort findet man vor allem bei Festlichkeiten zur Kirschblüte oder im Sommer viele kleine Boote auf dem Onogawa Fluss, um von dort aus die Gegend zu bewundern. Zudem ist die Gegend bekannt für die Herstellung von Sake und man kann eine dortige Brauerei besichtigen oder das beliebte Getränk bei einer Bootstour verkosten.

    Sake genießen entlang des Onogawa Flusses in Chiba.
    Sake genießen entlang des Onogawa Flusses in Chiba. Foto: Rey Waters

    Die alte Handelsstadt hat aber noch mehr zu bieten, als Sake und Bootstouren: Beispielsweise wurde einer der Läden während des Erdbebens 2011 so stark beschädigt, dass bei Aufräumarbeiten eine alte Statue aus der Edo Periode im Warenhaus entdeckt wurde. Zudem sollte man die Galerie des Künstlers Masahito Noguchi ansehen, wenn man in der Gegend ist.

    Chiba bietet Geschichte, Outdoor Aktivitäten, Outlet Centern, Blumengärten, Parks, Wanderwege, einzigartigem Essen und vieles mehr. Mit der Nähe zu Tokyo und dementsprechend guter Anbindung an die Hauptstadt ist die Präfektur ein perfektes Ausflugsziel.

     

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