HomeJapan erlebenAktivitätenDie 23 Bezirke von Tokyo

    Übersicht über die verschiedenen Gegenden Tokyos

    Die 23 Bezirke von Tokyo

    Die 23 Bezirke von Tokyo zeigen die Vielfalt der Stadt und haben alle ihren eigenen Charme. Wer eine Reise in die Hauptstadt Japans plant, kann sich hier einen Überblick über die verschiedenen Teile Tokyos verschaffen.

    Auf Japanisch nennt man die 23 Bezirke von Tokyo 東京23区 (Tokyo nijusan ku), wobei das 区 (ku) für Bezirk steht und auch an den Namen des jeweiligen Ortes angehängt wird. Die Bezirke haben einen Sonderstatus als Gebietskörperschaften, die übergeordnete Verwaltungseinheit ist die Präfektur Tokyo. Diese Verwaltungsstruktur ist in Japan bisher einmalig und existiert nur in der Landeshauptstadt.

    Spricht man von Tokyo, ist meistens die Gesamtheit dieser 23 Bezirke gemeint. Aktuell leben über 9 Millionen Menschen in der Stadt. Die Metropole ist weltweit bekannt und bietet Einheimischen wie auch Touristen unzählige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

    Es folgt eine Übersicht über die 23 Bezirke von Tokyo.

    Die 23 Bezirke von Tokyo

    Karte der 23 Bezirke von Tokyo
    Karte der 23 Bezirke von Tokyo (Foto: Tokyoship / Public Domain )

    Man kann die Bezirke von Tokyo für eine bessere Orientierung grob in fünf Bereiche unterteilen: In Zentral-Tokyo befinden sich die fünf zentralen Bezirke, die zu den am dichtesten besiedelten und belebtesten Gegenden Tokyos zählen. Im Norden von Tokyo gibt es viel Natur und dieser Bereich wird eher von Einheimischen als von Touristen besucht. Ost-Tokyo versprüht eine alte Atmosphäre und beherbergt viele kulturell bedeutende Sehenswürdigkeiten. Der Süden der Stadt bietet dagegen weitläufige Hafenblicke und einige der begehrtesten Vor- und Wohnorte der Stadt. West-Tokyo hingegen bietet etwas Erholung durch ruhige Wohngebiete mit traditionellen Einkaufsstraßen, die mit modernem Vorstadtcharme überzeugen.

    Zentral-Tokyo

    Chiyoda

    Der Bahnhof Tokyo im Bezirk Chiyoda
    Der Bahnhof Tokyo im Bezirk Chiyoda (Foto: Fumiaki Hayashi / Unsplash)

    Der Bezirk Chiyoda (jap.: 千代田区) ist nicht nur Heimat des Regierungssitzes von Tokyo sowie unzähliger Büros großer Firmen, sondern bietet Besucher*innen auch eine beeindruckende Vielfalt an Geschichte, Kultur und Tradition. Hier befindet sich auch der Bahnhof Tokyo, der vielen Reisenden als zentraler Knotenpunkt dient. Unweit des Bahnhofs liegt zudem der Kaiserpalast Tokyo, der den zentralen Punkt des Bezirks bildet.

    Weitere Sehenswürdigkeiten sind verschiedene Schreine, der Hibiya Park sowie der Garten des Hotel New Otani und verschiedene Museen. Beispielsweise befinden sich hier das Museum of Imperial Collections und das National Museum of Modern Art, welche sehenswert sind. Beliebte Gegenden sind hier unter anderem Marunouchi, Otemachi und das bei Anime-Fans beliebte Viertel Akihabara.

    Chuo

    Die 23 Bezirke von Tokyo: Chuo
    Die 23 Bezirke von Tokyo: Zentralbezirk Chuo (Foto: Alex Mehl / Unsplash)

    Der Bezirk Chuo (jap.: 中央区) war das ursprüngliche Stadtzentrum von Tokyo in der Edo Zeit (1603-1868). Zu Deutsch heißt er „Zentralbezirk“ und ist historisch gesehen das wichtigste Handelszentrum von Tokyo. Besonders beliebte Bereiche hier sind Nihonbashi und Ginza, das teuerstes Einkaufsviertel der Stadt, wo sich neben großen Geschäften auch das berühmte Kabukiza Theater befindet.

    Am östlichen Ende wird der Bezirk durch den Fluss Sumida begrenzt, an dessen Ufer sich weitere Sehenswürdigkeiten befinden. So zum Beispiel der Hamarikyu Garten, ein Landschaftsgarten, der von Wolkenkratzern umgeben ist. In der Nähe befindet sich zudem der Tsukiji Fischmarkt, ein traditioneller Großhandelsmarkt mit frischem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse und weiteren Produkten.

    Minato

    Der Tokyo Tower im Bezirk Minato
    Der Tokyo Tower im Bezirk Minato (Foto: Louie Martinez / Unsplash)

    Der Bezirk Minato (jap.: 港区) bedeutet wortwörtlich Hafen und schließt auch den inneren Teil des Hafens von Tokyo ein. Der Bezirk verfügt über mehrere wichtige Wahrzeichen der Stadt, wie den Tokyo Tower oder die Rainbow Bridge. Beliebte Gegenden sind unter anderem Akasaka, einen Teil der künstlichen Insel Odaiba und Roppongi, Tokyos bekanntestes Ausgehviertel, welches besonders beliebt bei ausländischen Besucher*innen ist.

    In Roppongi findet man auch das National Art Center und die Mori Arts Center Gallery. Wer lieber Natur genießen möchte, der kann den Shiba Park sowie den Happoen Garten besuchen. In Minato befinden sich neben japanischen Firmen und Hauptsitzen vieler ausländischer Firmen auch über 80 Konsulate und Botschaften.

    Shibuya

    Shibuya Scramble Crossing zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen des Bezirks
    Shibuya Scramble Crossing zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen des Bezirks (Foto: Daryan Shamkhali / Unsplash)

    Der Bezirk Shibuya (jap.: 渋谷区) ist weltweit durch die Shibuya Station, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, und die davorliegende Kreuzung bekannt. Rund um den Bahnhof befindet sich ein Einkaufsviertel, welches auch als eines der Modezentren Japans gilt und besonders junge Leute anzieht. Shibuya ist zudem bekannt für Nachtleben mit vielen Bars und Clubs. Außerdem gilt der Bezirk als das Handels- und Finanzzentrum Tokyos.

    Auf der anderen Seite bietet der Bezirk jedoch auch viel Kultur und Natur. Der Yoyogi Park ist eine grüne Oase mitten in der Stadt und beherbergt auch den Meiji Jingu, einen Shinto Schrein. Beliebte Viertel wie Harajuku, Ebisu oder Omotesando ziehen viele Besucher*innen an und im Museum of Yebisu Beer kommen Bierliebhaber*innen auf ihre Kosten.

    Shinjuku

    Kabukicho im Bezirk Shinjuku
    Kabukicho im Bezirk Shinjuku, einem der bekanntesten Bezirke von Tokyo. (Foto: Dil / Unsplash)

    Der Bezirk Shinjuku (jap.: 新宿区) ist auch als Wolkenkratzerviertel bekannt. Hier findet man eine Mischung aus lebhaften Clubs und Karaoke im neonbeleuchteten Westteil sowie gehobene Hotelbars und Restaurants. Viele kleine Galerien, Theater und Buchhandlungen ziehen zudem Student*innen an. In Shinjuku befindet sich auch der gleichnamige Bahnhof, welcher neben Shibuya zu den verkehrsreichsten Bahnhöfen der Welt zählt.

    Eine Station weiter befindet sich Shin Okubo, was auch als Korea-Town in Tokyo bekannt ist. Im Rotlichtviertel Kabukicho befinden sich viele Bars, Clubs und das Viertel verfügt über eine ausgeprägte LGBTQ-Szene. Hier findet man auch die Golden Gai, in deren engen und verwinkelten Gassen sich zahlreiche gemütliche Bars befinden. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Shinjuku Gyoen National Garden und das Tokyo Metropolitan Government Building, welches über eine beliebte und kostenfreie Aussichtsplattform verfügt.

    Nord-Tokyo

    Itabashi

    Der Tokyo Daibutsu am Jorenji Tempel gilt als ein ahrzeichen des Bezirks
    Der Tokyo Daibutsu am Jorenji Tempel gilt als ein Wahrzeichen des Bezirks (Foto: DidzYbanez / pixabay )

    Der Bezirk Itabashi (jap.:板橋区) liegt am Südufer des Flusses Arakawa und bietet durch sein entspanntes Flair eine Erholung vom geschäftigen Treiben im Zentrums Tokyos. Hier befindet sich Japans drittgrößte bronzene Buddha-Statue. Der Tokyo Daibustu liegt auf dem Gelände des Jorenji Tempels und ist eine der Attraktionen des Bezirks.

    Im Akatsuka Botanical Garden und dem Itabashi Botanical Garden kann man dagegen über 600 Pflanzensorten bestaunen. Neben verschiedenen weiteren Parks und Gärten findet man in der Einkaufsstraße Happy Road Oyama viele traditionelle Shops und lokales Essen. Zudem befindet sich in Itabashi das Japanese Calligraphy Museum, welches das erste Museum in Japan war, das sich auf Kalligrafie spezialisiert hat.

    Kita

    Kirschbäume im  Asukayama Park im Bezirk Kita
    Kirschbäume im Asukayama Park im Bezirk Kita (Foto: Stella N.F. / CC BY-NC-SA 2.0 )

    Der Bezirk Kita (jap.: 北区) ist für seinen Retro-Charme bekannt und bedeutet wörtlich „Nord-Bezirk“. Bei einem Spaziergang durch die Straßen voller kleiner Schreine, Parks und Gärten kann man dem geschäftigen Treiben von Zentral-Tokyo entgehen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Asukayama Park, welcher einer der ältesten in Tokyo ist. Hier befinden sich kleinere Museen und über 650 Kirschbäume, die im Frühjahr mit ihrer Blütenpracht viele Besucher*innen anziehen.

    Der Oji Schrein, der für seinen 600 Jahre alten Ginkgobaum bekannt ist, sowie der Oji Inari Schrein, berühmt für seine Fuchs-Parade, sind beliebte Ausflugsziele. Daneben ist das Kondo Isami Memorial sehenswert. Dieses ist ein kleines Denkmal für Kondo Isami, den Kommandanten der Spezial-Polizeieinheit Shinsengumi während der Edo Zeit (1603-1868).

    Adachi

    Das Daruma Kuyo Festival am Nishiarai Daishi Tempel im Bezirk Adachi
    Das Daruma Kuyo Festival am Nishiarai Daishi Tempel im Bezirk Adachi (Foto: Gloria Ticconi / JT)

    Der Bezirk Adachi (jap.: 足立区) ist der nördlichste der 23 Bezirke von Tokyo und liegt nördlich des Flusses Arakawa. Adachi beherbergt den Nishiarai Daishi Tempel, welcher aus dem neunten Jahrhundert stammt und einer der drei bekanntesten buddhistischen Shingon-Tempel in Tokyo ist. Er ist vor allem berühmt für seine salzbedeckte Statue, die Wunden heilen soll. Zudem findet dort jedes Jahr das Daruma Kuyo statt. Dies ist eine Veranstaltung, die seit 1954 stattfindet und bei der Tausenden von Daruma-Puppen verbrannt werden.

    Es befinden sich mehrere Parks in Adachi, von denen der Toneri Park einer der größten ist und über ein großes Sportgelände mit Tennisplätzen, Leichtathletik- und Baseballfeldern sowie Picknick-, Camping-, Angel- und Grillplätzen verfügt. Wer abseits von Touristenmassen einen lokalen Markt besuchen möchte, der findet auf dem der Adachi Markt die Bereiche Groß- und Einzelhandel sowie ein breites Gastronomieangebot.

    Toshima

    Blick auf den Bahnhof Ikebukuro von Sunshine City
    Blick auf den Bahnhof Ikebukuro von Sunshine City (Foto: Víctor Bautista / CC BY-NC-ND 2.0 )

    Der Bezirk Toshima (jap.: 豊島区) ist aufgrund seines hohen Anteils an einer nicht-japanischen Bevölkerung einer der internationalsten Bezirke von Tokyo. Das Zentrum bildet der Stadtteil Ikebukuro, der sich rund um den gleichnamigen Bahnhof Ikebukuro befindet. Dieser gehört neben Shibuya und Shinjuku zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Tokyos. In Ikebukuro findet man viele Shops, Restaurants, Unterhaltungsmöglichkeiten und den Komplex Sunshine City, der über verschiedene Geschäfte, ein Aquarium, und das Sunshine 60 mit einer Aussichtsplattform verfügt.

    Abseits dieses Viertels bietet Toshima ruhige Nachbarschaften mit Schreinen, Tempeln und Parks. Weitere Highlight sind das Tokyo Metropolitan Theatre und das Toshima City Office, welches sich seit 2015 in einem vom japanischen Architekten Kengo Kuma entworfenem Gebäude befindet. Im zehnten Stock hat es einen hübschen Garten im Freien, der einen hervorragenden Blick über die Stadt bietet.

    Ost-Tokyo

    Bunkyo

    Der Nezu schrein ist ein Juwel im Herzen von Bunkyo
    Der Nezu Schrein ist ein Juwel im Herzen von Bunkyo (Foto: kanegen / CC BY 2.0 )

    Der Bezirk Bunkyo (jap.: 文京区) ist einer der Bezirke von Tokyo mit einer umfangreichen Mischung aus Alt und Neu. Der Nezu Schrein ist einer der ältesten Japans und mit einem Garten, kleinen Teichen und vielen torii ein wahres Juwel im Herzen der Stadt. Auch der Yushima Seido, ein konfuzianischer Tempel aus der Edo Zeit, zeigt Spuren der japanischen Geschichte. Diese können ebenfalls im Rikugien Garten, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts angelegt wurde, gefunden werden, der gerade zur Zeit der Kirschblüte oder des Herbstlaubs sehr beliebt ist. Bekannt ist auch das Viertel Yanaka, welches den Charme des alten Tokyos widerspiegelt.

    Im Vergleich dazu beherbergt Bunkyo auch Einrichtungen wie das Japan Football Museum und den riesigen Unterhaltungskomplex Tokyo Dome City. Hier befinden sich ein Baseballstadion, ein Vergnügungspark, eines von Tokyos natürlichen Thermalbädern, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants sowie das TeNQ-Weltraummuseum. Direkt neben diesem Komplex befindet sich dagegen der Koishikawa Korakuen Garten. Genau diese Kombination aus Tradition und Moderne macht Bunkyo so einzigartig.

    Arakawa

    Die Tokyo Sakura Tram im Bezirk Arakawa
    Die Tokyo Sakura Tram im Bezirk Arakawa (Foto: Masaki Tokutomi / CC BY-NC 2.0 )

    Der Bezirk Arakawa (jap.: 荒川区) ist nach dem Fluss Arakawa benannt, obwohl dieser nicht durch den Bezirk fließt. Stattdessen liegt er südlich des Flusses Sumida. Einer der beliebtesten Orte ist der Arakawa Nature Park, welcher einer der 100 besten Aussichtspunkte Tokyos sein soll. Er liegt in der Nähe des Flusses Sumida und verfügt über einen Garten mit Teichen und Brücken, Spielplätzen und Sporteinrichtungen.

    Arakawa ist weiterhin ein Paradies für Zugfans. In der Nähe des Bahnhofs Nippori befindet sich die Brücke Shimogoinden, welche ein Aussichtspunkt mit Blick auf 14 verschiedene Bahngleise ist. Unter der Brücke fahren täglich etwa 2.500 Züge von 20 verschiedenen Modellen hindurch. Auch die alte Straßenbahnlinie Toden Arakawa aus dem Jahr 1913 fährt durch den Bezirk. Heute ist sie als Tokyo Sakura Tram bekannt und fährt sie an vielen Sightseeing-Möglichkeiten vorbei.

    Katsushika

    Der Mizumoto Park im Bezirk Katsushika
    Der Mizumoto Park im Bezirk Katsushika (Foto: hiroshiykw / CC BY-SA 2.0 )

    Der Bezirk Kutsushika (jap.: 葛飾区) ist für seine Retro-Atmosphäre bekannt und ein tolles Ausflugsziel für Nostalgiker*innen, die das klassische Ambiente der japanischen Showa Zeit (1926–1989) erleben möchten. Neben vielen Schreinen und Tempeln befindet sich hier auch der Shibamata Taishakuten Tempel. Das Tempelgelände ist als eines der 100 besten Landschaften Japans aufgeführt und ebenfalls auf der Liste „100 Soundscapes of Japan“ zu finden. Ein weiteres Highlight ist das Yamamoto-tei Teehaus am Ufer des Flusses Edogawa. Das Gebäude vereint japanische und westliche Designelemente und verfügt über einen schönen Garten.

    Kutsushika beherbergt zudem den Mizumoto Park, welcher der größte Park innerhalb der 23 Bezirke von Tokyo ist. Es ist bekannt für seine Vielfalt an Pflanzen und Wildvögeln und zieht im Frühjahr viele Besucher*innen während der Hanami-Saison an. Wer Fan des Fußball-Manga und -Anime „Captain Tsubasa“ aus den 1980er Jahren ist, findet im Stadtteil Yotsugi einige Denkmäler, die dem beliebten Charakter gewidmet sind. Neben den neun bronzenen Straßenstatuen finden Fans auch zahlreiche Dekorationen und Geschäfte zum Thema Captain Tsubasa.

    Edogawa

    Schaulustige bei der grosen Feuerwerksshow am Fluss Edo im Bezirk Edogawa
    Schaulustige bei der großen Feuerwerksshow am Fluss Edo im Bezirk Edogawa (Foto: Héctor García / CC BY-NC-SA 2.0 )

    Der Bezirk Edogawa (jap.: 江戸川区) ist auf der westlichen Seite durch den Fluss Arakawa und auf der östlichen Seite durch den Fluss Edo, dem er auch seinen Namen verdankt, begrenzt. Am südlichen Ende befindet sich der 1989 eröffnete Kasai Rinkai Park, mit Sicht auf die Bucht von Tokyo. Dort befinden sich Spaziergehwege, Gärten, weite Rasenflächen und sogar Strände. Zudem verfügt der Park über das Tokyo Sea Life Park Aquarium, das 117 Meter hohe Diamond and Flower Riesenrad, ein Seevogelschutzgebiet und ein Beobachtungsgebäude. Wer Natur und Tiere mag, der sollte auch den Edogawa Natural Zoo besuchen, der kostenlos ist.

    Neben Tempeln und Schreinen wie dem Zenyoji Tempel, der Japans ältesten und breitesten Kieferbaum beherbergt, findet man in Edogawa auch interessante Museen wie beispielsweise das Shunkaen Bonsai Museum, welches vom Bonsai-Meister Kunio Kobayashi gegründet wurde und über einen Bonsai-Garten verfügt. Ein weiteres Highlight ist das Ichinoe Nanushi Yashiki. Das Anwesen gehörte einst der wohlhabenden Familie Tajima, die das Bauernhaus nutzte, um während der Edo Zeit dort Reis anzubauen. Heute ist es historische Stätte, die besucht werden kann.

    Am Fluss Edo findet zudem jährliche das Edogawa Fireworks Festival statt. Es zählt zu den Top-Feuerwerken in Tokyo und findet am ersten Samstag im August statt. Während der 75-minütigen Show werden rund 14.000 Feuerwerkskörper gezündet. Dieses Spektakel lockt jährlich tausende Besucher*innen an den Fluss, die von der Edogawa-Seite, aber auch von der Chiba-Seite aus zuschauen.

    Koto

    Futuristisch: Die künstlich angelegte Insel Odaiba im Bezirk Koto
    Futuristisch: Die künstlich angelegte Insel Odaiba im Bezirk Koto (Foto: Svetlana Gumerova / Unsplash)

    Der Bezirk Koto (jap.: 江東区) ist im Westen vom Fluss Sumida und im Osten vom Fluss Arakawa begrenzt. Die Ufergegend am südlichen Ende liegt in der Tokyo Bucht und umfasst die Gegenden Ariake und Aomi, sowie ein Teil der künstlichen Insel Odaiba. Hier befinden sich viele Sehenswürdigkeiten wie die Unicorn Gundam Statue und die Museen teamLab Borderless und teamLab Planets.

    Weitere sehenswerte Museen sind das Museum of Contemporary Art Tokyo, das Fukagawa Edo Museum oder das familienfreundliche Tokyo Water Science Museum. Wer lieber draußen etwas unternehmen möchte, für den gibt es in Koto auch viele Parks. Im Kiyosumi Garten beispielsweise kann man bei einem Spaziergang den Kontrast zwischen dem dortigen japanischen Garten und den modernen Wolkenkratzern im Hintergrund bewundern. Auch in Koto befinden sich zahlreiche Schreine und Tempel, wie beispielsweise der Tomioka Hachimangu oder der Kameido Tenjin Schrein.

    Sumida

    Wahrzeichen von Sumida: Der Tokyo Skytree und die Asahi Beer Hall
    Wahrzeichen von Sumida: Der Tokyo Skytree und die Asahi Beer Hall (Foto: Laura Scibetta)

    Der Bezirk Sumida (jap.: 墨田区) liegt nördlich von Koto, ebenfalls eingegrenzt durch die beiden Flüsse Sumida und Arakawa. In Sumida kann man viele Elemente der Edo Zeit in Verbindung mit modernen Aspekten finden. In diesem Bezirk befindet sich eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, der Tokyo Skytree. Dieser Turm ist mit einer Höhe von 634 Metern das höchste Bauwerk Japans und das dritthöchste der Welt. Von verschiedenen Aussichtsplattformen hat man einen tollen Blick über die Stadt.

    Ein weiteres markantes Wahrzeichen ist das Gebäude der Asahi Beer Hall, einer der Hauptsitze der Asahi Brauerei. Das Gebäude ist einem Bierglas nachempfunden, auf dessen Dach sich eine goldene Flamme befindet. Wer etwas Kultur erleben möchte, kann das Japanese Sword Museum oder das Sumida Hokusai Museum besuchen. Letzteres ist dem weltberühmten Ukiyo-e-Künstler Katsushika Hokusai der Edo Zeit gewidmet. In Sumida befindet sich außerdem das Ryogoku Kokugikan National Sumo Stadium, eine Indoor-Sportarena, in der unter anderem Sumo-Turniere abgehalten werden.

    Taito

    Der Ueno Park im Bezirk Taito
    Der Ueno Park im Bezirk Taito (Foto: Laura Scibetta)

    Der Bezirk Taito (jap.: 台東区 ) ist der kleinste der 23 Bezirke von Tokyo, quillt aber geradezu über an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Eines der Highlights ist der Sensoji Tempel, ein buddhistischer Tempel in Asakusa. Auf dem Gelände befinden sich neben zahlreichen Tempelgebäuden auch das Kaminarimon Donnertor und eine 5-stöckige Pagode. Es ist umgeben von kleinen Gassen und der Einkaufsstraße Nakamise, wo sich viele Shops und Restaurants befinden. Am westlichen Ufer des Flusses Sumida befindet sich der Sumida Park, der vor allem im Frühjahr zur Kirschblüte ein tolles Ausflugsziel ist.

    In Taito liegt auch die beliebte Gegend Ueno und hier befinden sich unzählige Highlights des Bezirks. Der großflächige Ueno Park verfügt nicht nur über einen großen See, auf dem man sich Tretboote leihen kann, er ist auch das Zuhause von Tokyos erstem Zoo, dem Ueno Zoo. Zudem befinden sich beliebte Museen wie das Tokyo National Museum, das Shitamachi Museum oder das National Museum of Nature and Science nahe des Parks und der Station Ueno.

    Süd-Tokyo

    Meguro

    Der Fluss Meguro im gleichnamigen Bezirk
    Der Fluss Meguro im gleichnamigen Bezirk (Foto: Redd / Unsplash)

    Der Bezirk Meguro (jap.: 目黒区) ist bekannt für den von Kirschbäumen gesäumten Fluss Meguro, der sich durch diese Gegend zieht. Im Frühjahr, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, kommen viele Besucher*innen für Hanami. Am Ufer befinden sich viele Restaurants, Cafés, einzigartige Boutiquen und kleine Galerien. Auch der Meguro Fudson Tempel, der für die Geschichte der Gegend wichtig ist, ist einen Besuch wert. Er ist Fudo Myoo gewidmet und seine schwarzäugigen Statue ist Ursprung des Namens Meguro (目, me, bedeutet „Auge“ und 黒, kuro, heißt „schwarz“).

    Ein weiteres Highlight des Bezirks ist der Meguro Sky Garden. Dieser spiralförmig ansteigende Garten verfügt über Bäume, Grünflächen, Bambushaine und Spielbereiche, sowie Aussicht auf den Berg Fuji. Auch Museumsfans kommen in Meguro auf ihre Kosten. Im Tokyo Photographic Art Museum beispielsweise befindet sich eine Dauerausstellung mit über 30.000 Werken sowie wechselnde Ausstellungsgalerien, Shows, Workshops und weitere Veranstaltungen.

    Shinagawa

    Der Bahnhof Shinagawa und das angrenzende Geschäftsviertel
    Der Bahnhof Shinagawa und das angrenzende Geschäftsviertel (Foto: Hoane / CC BY-NC-SA 2.0 )

    Der Bezirk Shinagawa (jap.: 品川区) ist vor allem bekannt für das Geschäftsviertel um den Bahnhof Shinagawa. Hier befinden sich viele Hauptsitze großer japanischer Firmen und der Bahnhof ist Anschlussstelle für den Shinkansen und zum Flughafen Narita. In der Nähe befindet sich auch die längste traditionelle Einkaufsstraße (jap.: 商店街, shotengai) Tokyos. Auf der 800 Meter langen Musashi Koyama sowie der 1.300 Meter langen Togoshi Ginza befinden sich über 700 Geschäfte, Restaurants und Cafés.

    Shinagawa bietet auch viel Kultur. Während der Edo Zeit verband der Tokaido Trail die Städte Tokyo und Kyoto miteinander. Auf der Strecke befinden sich viele alte sogenannte Poststädte und Shinagawa war von Tokyo aus gesehen die Erste. Weiterhin befinden sich traditionelle Scheine oder Tempel, wie beispielsweise der Shinagawa Shrein oder der Honsenji Tempel in diesem Bezirk.

    Ota

    Der Anamori Inari Schrein im Bezirk Ota
    Der Anamori Inari Schrein im Bezirk Ota (Foto: Ota City)

    Im Bezirk Ota (jap.: 大田区) liegt der Flughafen Haneda, einer der zwei internationalen Flughäfen Tokyos. Zudem befinden sich hier mehrere Schreine und Tempel, die über wichtige Kulturgüter verfügen. Auf dem Gelände des Ikegami Honmonji Tempels befindet sich die älteste 5-stöckigen Pagode in der Region Kanto sowie das Mausuleom von Nichiren Shonin, dem Gründer des Nichiren-Buddhismus. Auch der Anamori Inari Schrein mit seinem Tunnel aus roten Torii, der an den Fushimi Inari Schrein in Kyoto erinnert, ist einen Besuch wert.

    Wer gerne Natur genießen möchte und sich dabei noch sportlich betätigen will, sollte den Heiwa no Mori Park besuchen. Über das Gelände verstreut befinden sich über 40 Hindernisse, die von dem Erklimmen hoher Wände oder Kletternetze, dem Überqueren von Schaukelbrücken bis hin zu schaukelnden Holzflößen auf einem Teich reichen. Auch der Tamagawadai Park am Fluss Tamagawa ist ein toller Ausflug in die Natur.

    West-Tokyo

    Nerima

    Der Shakujii Park im Bezirk Nerima
    Der Shakujii Park im Bezirk Nerima (Foto: Guilhem Vellut / CC BY 2.0 )

    Der Bezirk Nerima (jap.: (練馬区) wurde früher als Landwirtschafts- und Wohngebiet benutzt und besitzt heute über viele Parks und Grünflächen, weswegen er vor allem bei Familien mit Kindern beliebt ist. Der Kodomo no Mori ist beispielsweise ein Park, der ausschließlich für Kinder konzipiert wurde. Man kann den Park kostenlos besuchen und Kinder haben hier die Möglichkeit, zu spielen, klettern oder auf einer Daikon-Farm (jap. Rettich) mit anzufassen. Auch das Chihiro Art Museum, welches dem Kinderillustrator Chihiro Iwasaki gewidmet ist, ist ein toller Ausflug für die ganze Familie.

    Ruhe und Natur kann im Shakujii Park genossen werden. Neben Tretbootfahrten auf den Teichen Sanpoj und Shakujii, bietet der Park Tempel, Spazierwege, Picknickplätze und Möglichkeiten zur Beobachtung von Wildtieren. Daneben befand sich der Toshimaen Freizeitpark, welcher 1926 eröffnet wurde, in Nerima. Dieser familienfreundliche Park wurde nun nach 94 Dienstjahren geschlossen und auf dem Gelände wird ein neuer Harry-Potter-Themenpark gebaut, der für 2023 geplant ist. Nebenan befindet sich das Toshimaen Spa.

    Nakano

    Eingang zum Nakano Broadway
    Eingang zum Nakano Broadway (Foto: Toshihiro Gamo / CC BY-NC-ND 2.0 )

    Der Bezirk Nakano (jap.: 中野区) ist ein wahres Paradies für Anime und Manga Fans. Der Nakano Broadway ist im Vergleich zum neonbeleuchteten Akihabara eine ruhige Alternative, um Anime- und Manga-Merchandise zu kaufen. Ursprünglich als Luxus-Shoppingcenter eröffnet, befinden sich heute auf den fünf Etagen viele Geschäfte, die Merchandise-Artikeln, Sammlerstücke sowie Originalkunstwerke und signierte Skizzen von berühmten Charakterdesignern und Animatoren verkaufen. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem die Nakano Sun Mall und viele kleine Restaurants und Cafés.

    Neben verschiedenen Schreinen, Tempeln und einigen Museen verfügt der Bezirk auch über den Nakano Central Park, ein Einkaufszentrum mit Rasenflächen, Bäumen, häufig stattfindenden Events sowie Restaurants in der Nähe. Seine Brunnen und Wassersprinkler machen ihn im Sommer zu einem beliebten Ausflugsziel.

    Suginami

    Tolle Natur im Zenpukuji Park im Bezirk Suginami
    Tolle Natur im Zenpukuji Park im Bezirk Suginami (Foto: tomosuke214 / CC BY-NC-SA 2.0)

    Der Bezirk Suginami (jap.: 杉並区) überzeugt mit seinem modernen Vorstadtflair und vielen kleinen versteckten Attraktionen. So zum Beispiel der Omiya Hachimangu Schrein, welcher der drittgrößte Shinto Schrein in ganz Tokyo ist. Hier finden Besucher*innen viele traditionelle Bauwerke sowie Vorführungen von Kampfkünsten und traditionelle Bogenschießen-Festivals. Ein weiteres Highlight sind die 32 tragbaren mikoshi-Schreine, die das ganze Jahr über ausgestellt sind. Auch Parks wie der Zenpukuji Park oder der Otaguro Park machen den Bezirk attraktiv.

    In Suginami befinden sich zudem mehrere Animationsstudios, wie beispielsweise Bones oder Sunrise. Daneben gibt es hier auch das kostenfreie Suginami Animation Museum, welches Teil der Kogei Polytechnic Universität ist. Neben der Geschichte und Zukunft der japanischen Animation werden auch englischsprachigen Audiotouren angeboten, die Besucher*innen durch einen digitalen Werkstattraum und vorbei an historischen Displays und einer weißen Säule, die mit Signaturen und Zeichnungen von Anime-Künstlern bedeckt ist, führen.

    Setagaya

    Gotokuji Tempel in Tokyo.
    Die manekineko-Statuen des Gotokuji Tempels in Setagaya (Foto: Kelly.Lam / Shutterstock.com)

    Der Bezirk Setagaya (jap.: 世田谷区) ist der bevölkerungsreichste der 23 Bezirke von Tokyo. Im Süden wird er durch den Fluss Tama von der Präfektur Kanagawa getrennt. Zu beliebten Gegenden zählen Futako-Tamagawa direkt am gleichnamigen Fluss, das Künstlerviertel Shimokitazawa und Sangenjaya. Hier befindet sich auch der Carrot Tower, der seinen Namen durch seine orange Farbe erhalten hat und im 26. Stock eine Aussichtsetage hat, von der aus man einen 360-Grad Blick auf die Umgebung genießen kann. Ein weiteres Highlight ist der seit 1578 stattfindende Boroichi-Flohmarkt. Der als immaterielles Volkskulturgut anerkannte Markt findet zweimal im Winter statt und über 700 Händler bieten dort ihre Waren an.

    Setagaya ist außerdem Heimat des Gotokuji Tempels, der für seine vielen Manekineko-Katzen-Statuen bekannt ist. Durch den Bezirk fährt zudem die Tokyu Setagaya Stadtbahnlinie, die passend dazu einige Wagen im Manekineko-Design besitzt. Neben vielen kleinen Museen befinden sich auch mehrere Parks in Setagaya. Einer von ihnen ist der Hanegi Park, der im Februar und März mit seinen 500 Pflaumenbäumen viele Besucher*innen anzieht. Hier befindet sich zudem der Hanegi Play Park, ein Abenteuerspielplatz für Kinder, welcher der erste seiner Art in Tokyo war.

    Die 23 Bezirke von Tokyo bieten eine große Vielfalt an unterschiedlichen Gegenden und Attraktionen. Tatsächlich gehören zur Präfektur Tokyo aber neben den Bezirken auch die vorgelagerten Izu-Inseln, die man auch im Rahmen einer virtuellen Tour erkunden kann.

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