Dass Japan ein Land mit viel Geschichte und Traditionen ist, das wissen die Meisten. Aber wie kann man diese Dinge kindgerecht vermitteln? Heute geben wir ein paar Tipps zu kulturellen Aktivitäten für Groß und Klein, z.B. zum Thema Ninjas und Samurai, Kimono, Essen und Trinken, sowie einen Onsen Besuch mit der Familie.
Kultur für Kinder
Popkultur lässt sich mit Kindern eher machen als traditionelle Kultur. In Japan gibt es ein großes Angebot. Allen voran, natürlich die berühmten Vergnügungsparks wie Disney Land oder Disney Sea (in der Nähe von Tokyo), sowie die Universal Studios Japan (in Osaka), oder das lokale Nagashima Spa Land (in der Nähe von Nagoya).
Ein Tipp für diejenigen, die sich zwischen der Ninento World im Universal Studios und dem Nintendo Museum entscheiden wollen, mit Kindern würden wir eher den Themapark empfehlen. Das Museum ist eher für Fans und Liebhaber der Spiele und die Besucher sind generell etwas älter. Zudem werden Tickets für das Museum nur per Lotterieverfahren vergeben.

Wer es eher japanisch halten will, für den gibt es das Ghibli Museum (in der Nähe von Tokyo) oder den Ghibli Park (in der Nähe von Nagoya). Allerdings ist es relativ schwierig, für diese beiden Attraktionen Tickets zu bekommen. Für Touristen sowie Einheimische. Die Popularität von Ghibli ist einfach zu groß und Tickets sind sehr schnell ausverkauft.
Für Anime bezogene Attraktionen, welche etwas einfacher zu planen und buchen sind, empfehlen wir den Toei Kyoto Studio Park oder der Nijigen no Mori, auf der Insel Awaji (am besten zu erreichen von der Stadt Kobe).
Ein Ort, der die Gemüter spaltet, ist das bei vielen Kindern (besonders einheimischen) beliebte „Unko Museum“ (frei übersetzt „Kack Museum“) auf der künstlichen Insel Odaiba in Tokyo. Hier findet man eine vielleicht überzogen stereotypische Darstellung von Japan: knallbunt und ein wenig verrückt.

Wer es zwar bunt und modern mag, aber nicht ganz so verrückt, dem empfehlen wir eines der TeamLabs in Tokyo (mehr dazu in unserem Beitrag dazu hier).
Aber auch traditionelle Kultur kann man mit Kindern machen. Für die Samurai und Ninja Museen in Tokyo oder Kyoto kann man Touren speziell für Familien buchen. Hier kann man als ganze Familie ein wenig in das Leben der alten Krieger eintauchen und sogar lernen, wie man einen Ninja-Stern wirft und mehr. Wer Glück hat, der kann sich eine Demonstration eines Schwertmeisters ansehen, welcher mit einem Katana (Samurai Schwert) eine Strohfigur zerteilt.
Besonders beliebt bei Mädchen ist „Ein Tag im Kimono“. Man kann sich morgens in einen Kimono einkleiden lassen (inklusive Frisur und Haarschmuck) und diesen dann den ganzen Tag anbehalten, während man die Stadt oder auch einfach nur die Umgebung von Asakusa erkundet. Wir empfehlen allerdings, anstatt des traditionellen Schuhwerks eigene Sandalen mitzunehmen und anzuziehen, da die Geta bzw. Zouri Latschen sehr gewöhnungsbedürftig sind (nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene).
Kochkurse
Genauso wie Liebe durch den Magen geht, so kann man ein Land auch durch das Essen näher kennenlernen. Ein Kochkurs ist hier eine wunderbare Möglichkeit, um dies gemeinsam mit der Familie zu tun. Hierbei gibt es nicht nur die klassischen „Sushi Kurse“, sondern auch Kurse, in denen man andere Köstlichkeiten kennenlernen kann, von denen man vielleicht noch nicht gehört hat. Wie wäre es zum Beispiel mit einer niedlichen Bento Lunch Box oder mit traditionellen japanischen Süßspeisen (Wagashi)? Aber auch Nudelsuppe (Ramen) oder andere Arten von japanischen Nudeln (Udon oder Soba) sind beliebt.

In Kombination mit dem Samurai und Ninja Museum, welches wir weiter oben bereits erwähnten, gibt es einen Ninja Sushi Kurs, welcher speziell für Kinder konzipiert wurde.
Wer nicht selbst kochen möchte, der kann eine „Food Tour“ machen. Allerdings sollte man hier vorher nach kinderfreundlichen Optionen fragen. Oder man kann mit Kind und Kegel versuchen in eines der „Themen Cafés“ zu gehen. Viele dieser Cafés sind leider nur für einen begrenzten Zeitraum geöffnet, aber es gibt ein paar permanente Optionen wie z.B. das Sanrio Café und das Pikachu Café in Ikebukuro (allerdings gibt es in letzterem keine Sitzmöglichkeiten).
Onsen mit Familie
Ein Besuch in einem traditionellen Onsen ist vielleicht für Kinder nicht besonders interessant. Aber es gibt alternativen, wo vielleicht alle glücklich werden.
Im bekannten Onsen Ort Hakone (zwischen Tokyo und dem Berg Fuji), empfehlen wir das Hakone Kowakien Yunessun. Dieses Onsen Resort ist eines der kinderfreundlichsten in ganz Japan. Man kann dort als Tagesgast die Zeit verbringen, oder direkt dort übernachten.
(Achtung: Tattoos müssen vollständig abdeckbar sein, ansonsten darf man das Bad nicht betreten. Wer Tattoos hat, der hat in Japan meistens nur die Möglichkeit ein privates Bad zu mieten, oder muss sich auf die wenigen Tattoo-freundlichen Onsen beschränken).

Wollen Sie mehr zum Urlaub mit Kindern wissen, oder überlegen sogar einen zu buchen? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen eine optimale und individuell zugeschnittene Reiseroute für Sie und Ihre Familie zusammen.